Covestro Aktie: Kreditlinie kurz vor dem Ende
Kurz vor dem Börsenabgang sichert sich Covestro noch einmal frische Mittel. Am 10. März schloss der Leverkusener Chemiekonzern eine syndizierte revolvierende Kreditfazilität über 1,5 Milliarden Euro mit 15 Kernbanken ab — mit einer Anfangslaufzeit von drei Jahren und zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr.
Das Signal dahinter ist eindeutig: Trotz des laufenden Squeeze-out-Verfahrens soll das operative Geschäft unter der neuen Eigentümerstruktur ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Übernahme auf der Zielgeraden
Mehrheitseigner XRG P.J.S.C. aus Abu Dhabi hatte am 20. März das förmliche Squeeze-out-Verlangen an den Covestro-Vorstand übermittelt. Die Barabfindung ist auf 59,46 Euro je Aktie festgesetzt. XRG hält zusammen mit seiner Tochtergesellschaft ADNOC International Germany Holding AG bereits 95,1 Prozent am Grundkapital.
Die formale Entscheidung fällt auf der Hauptversammlung am 19. Mai 2026. Mit der anschließenden Eintragung ins Handelsregister gehen alle verbliebenen Aktien automatisch auf den Großaktionär über. Die Zulassung zum regulierten Markt endet bereits am 5. Mai — Covestro ist seit Februar nur noch im General Standard gelistet.
Schwaches Geschäftsjahr, laufendes Sparprogramm
Die neue Kreditlinie fällt in ein operativ belastetes Umfeld. Das EBITDA brach im vergangenen Geschäftsjahr um rund 31 Prozent auf 740 Millionen Euro ein, der Umsatz schrumpfte auf 12,9 Milliarden Euro. Sinkende Verkaufspreise, Währungseffekte und Überkapazitäten in der Chemiebranche hinterließen unter dem Strich einen Nettoverlust von 644 Millionen Euro.
Parallel läuft das Sparprogramm STRONG: Bis Ende 2025 wurden rund 275 Millionen Euro eingespart, bis 2028 sollen es jährlich 400 Millionen Euro sein. Zudem plant Covestro die Übernahme zweier Produktionsstandorte für HDI-Derivate von Vencorex in Thailand und Texas — ein Abschluss wird nun für die erste Jahreshälfte 2026 angestrebt, nachdem sich der ursprünglich für Ende 2025 geplante Vollzug verzögert hat.
Der Aktienkurs spiegelt all das kaum wider. Mit einem Schlusskurs von 59,52 Euro notiert die Aktie knapp über dem festgesetzten Abfindungspreis — bei einer 30-Tage-Volatilität von unter 3,5 Prozent. Der Markt hat die Aktie längst auf den Squeeze-out-Preis eingepreist, fundamentale Entwicklungen spielen dabei keine Rolle mehr.
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