Der Technologiekonzern glänzt operativ mit vollen Auftragsbüchern und angehobenen Prognosen. Dennoch haben Anleger seit Jahresbeginn rund 14 Prozent an Wert verloren. Dieser Widerspruch wurzelt in der komplexen Trennung von der Medizintechniktochter Healthineers und wachsenden handelspolitischen Risiken.

Die Details der Abspaltung

Das beherrschende Thema für das laufende Jahr ist die geplante Entkonsolidierung von Siemens Healthineers. Derzeit hält der Mutterkonzern noch rund 67 Prozent der Anteile. Geplant ist, 30 Prozent per Direktabspaltung an die eigenen Aktionäre zu übertragen. Mittelfristig soll der Anteil auf unter 20 Prozent sinken, womit Siemens bei der Tochter nur noch als reiner Finanzinvestor agieren würde.

Konkrete Details zum Zeitplan und Ablauf dieser Transaktion will das Management Anfang des zweiten Quartals vorlegen. Eine wichtige Zusage für Anteilseigner gibt es bereits: Die progressive Dividendenpolitik soll trotz dieser massiven Umstrukturierung unangetastet bleiben.

Zölle und China belasten

Operativ liefert die Medizintechnik-Sparte derzeit Gegenwind. Das Diagnostiksegment verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von drei Prozent. Verantwortlich dafür sind primär die zentralisierte Beschaffungspolitik und laufende Anti-Korruptions-Kampagnen in China. Zusätzlich rechnet der Vorstand durch US-Zölle mit negativen Effekten von bis zu 500 Millionen Euro im Gesamtjahr 2026.

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Auf Konzernebene erwartet Siemens zwar nur begrenzte direkte Auswirkungen durch die amerikanische Zollpolitik. Allerdings belasten die handelspolitischen Spannungen das Investitionsklima in wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie und dem Maschinenbau spürbar.

Robustes Kerngeschäft

Den geopolitischen Hürden stehen bemerkenswert robuste Kernzahlen gegenüber. Im ersten Quartal kletterte der Auftragseingang währungs- und portfoliobereinigt um zehn Prozent, während der Umsatz um acht Prozent zulegte. Diese Dynamik veranlasste den Vorstand sogar zu einer Anhebung der Erwartungen.

Mittelfristig peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent sowie ein Ergebniswachstum je Aktie im hohen einstelligen Bereich an. Analysten stützen diesen Optimismus: Für 2026 prognostizieren 29 Experten im Durchschnitt einen Umsatz von 83,8 Milliarden Euro, was einem Plus von gut fünf Prozent gegenüber den vergangenen zwölf Monaten entspricht.

Die kurzfristige Richtung der Aktie entscheidet sich an zwei konkreten Terminen. Neben den erwarteten Spin-off-Details rückt der 7. Mai 2026 in den Fokus. An diesem Tag präsentiert Siemens Healthineers die Zahlen für das zweite Quartal. Dieser Bericht wird die tatsächlichen Margenauswirkungen der US-Zölle beziffern und den Fortschritt der operativen Stabilisierung im asiatischen Markt aufzeigen.

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