Covestro Aktie: Analystenstimmen gefragt
Die Übernahme durch Abu Dhabi ist besiegelt, nun folgen die personellen Konsequenzen. Mit der Bestätigung von Dr. Rainer Seele als neuem Aufsichtsratsvorsitzenden zementiert der Mehrheitseigner XRG seinen Einfluss beim Leverkusener Werkstoffhersteller. Für Covestro endet damit symbolisch die Phase der Unabhängigkeit, während die operative Eingliederung unter staatlicher Ägide beginnt.
Strategische Neuausrichtung
Die Personalentscheidung ist die logische Folge der geänderten Eigentümerstruktur. Nachdem die Investmenteinheit XRG der Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) 95,1 Prozent der Anteile übernommen hat, rückt mit Rainer Seele ein enger Vertrauter der neuen Besitzer an die Spitze des Kontrollgremiums. Der Manager leitet aktuell das weltweite Chemiegeschäft von XRG und bringt durch seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der OMV AG umfangreiche Branchenerfahrung mit. Er löst Dr. Richard Pott ab, dessen Mandat im Zuge der Partnerschaft endete.
Marktbeobachter werten die Installation Seeles als entscheidenden Schritt, um Covestro zügig in die Wertschöpfungskette von Adnoc zu integrieren. Der Fokus dürfte nun auf dem Zugang zu petrochemischen Vorprodukten und der Nutzung von Synergien liegen.
Die Situation der Aktie
An der Börse sorgt die Meldung heute für wenig Bewegung. Der Kurs notiert mit 59,96 Euro knapp unter der 60-Euro-Marke und zeigt kaum noch Volatilität. Dies ist primär auf die hohe Andienungsquote der Aktionäre im vergangenen Jahr zurückzuführen, die den Streubesitz massiv reduziert hat.
Während Wettbewerber wie BASF mit der Eröffnung neuer Standorte in China geopolitische Risiken eingehen, ist der Kurs von Covestro durch das Übernahmeangebot faktisch nach unten abgesichert, aber auch nach oben gedeckelt.
Für die verbliebenen freien Aktionäre richtet sich der Blick nun auf mögliche weitere Strukturmaßnahmen wie einen Squeeze-out oder ein Delisting im laufenden Jahr 2026. Solange keine konkreten Ankündigungen dazu vorliegen, bleibt das Papier eine Halteposition, bei der die Kursfantasie durch die dominanten Mehrheitsverhältnisse stark begrenzt ist.
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