D-Wave Quantum geht mit beeindruckenden Wachstumszahlen, einer Milliardenakquisition und einer neuen Verteidigungspartnerschaft in eine der wichtigsten Wissenschaftskonferenzen des Jahres – und dennoch notiert die Aktie deutlich unter ihren jüngsten Hochs. Das Bild ist vielschichtig.

Starkes Jahr, schwaches Quartal

Das Geschäftsjahr 2025 verlief auf den ersten Blick beeindruckend: Der Umsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, der GAAP-Bruttogewinn legte um 265 Prozent auf 20,3 Millionen Dollar zu. Die Bruttomarge von 82,6 Prozent zeigt, dass das Unternehmen seine Kosten relativ zum Umsatz effizient im Griff hat.

Doch das vierte Quartal trübte die Stimmung. Der Umsatz von 2,8 Millionen Dollar verfehlte die Analystenschätzung von 3,6 Millionen Dollar, und der bereinigte Nettoverlust je Aktie fiel mit 0,09 Dollar höher aus als erwartet. Noch schwerer wog der Rückgang bei den Auftragseingängen: 13,4 Millionen Dollar – ein Minus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dass Auftragseingänge im Quantencomputing-Bereich naturgemäß schwanken, ist bekannt. Dennoch dürfte dieser Rückgang maßgeblich dazu beigetragen haben, dass bullische Impulse ausblieben.

Auf der anderen Seite steht eine komfortable Liquiditätsbasis: Zum Jahresende hielt D-Wave 884,5 Millionen Dollar in Cash und marktfähigen Wertpapieren – ein Anstieg von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gestützt durch 63,7 Millionen Dollar aus Warrant-Ausübungen im vierten Quartal.

Akquisition, Verteidigung, Standortwechsel

Strategisch hat D-Wave zuletzt erheblich Fahrt aufgenommen. Die Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar – bestehend aus 300 Millionen Dollar in eigenen Aktien und 250 Millionen Dollar in Cash – ist abgeschlossen. Die Technologie von Quantum Circuits ermöglicht Gate-Fidelities von über 99,9 Prozent und erkennt 90 Prozent aller auftretenden Fehler, was den Aufbau logischer Qubits deutlich ressourceneffizienter macht. D-Wave plant, auf dieser Basis noch 2026 ein erstes Gate-Modell-System auf den Markt zu bringen.

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Parallel dazu hat D-Wave eine Kooperation mit Anduril und Davidson für Quantenanwendungen in der US-Luft- und Raketenabwehr bekannt gegeben. Ein erster Proof-of-Concept zeigte eine mindestens zehnfache Beschleunigung der Lösungsfindung sowie eine Verbesserung der Bedrohungsabwehr um 9 bis 12 Prozent. In einer Simulation mit 500 Raketen konnten 45 bis 60 zusätzliche Ziele abgefangen werden.

Hinzu kommt der geplante Umzug des Firmensitzes von Palo Alto nach Boca Raton, Florida – inklusive eines neuen US-Forschungszentrums im Boca Raton Innovation Center. Der Wechsel soll noch vor Ende 2026 abgeschlossen sein.

Januar-Buchungen kontern Q4-Schwäche

Was die Stimmung aufhellen könnte: Im Januar allein generierte D-Wave Auftragseingänge von über 30 Millionen Dollar. Bis zum 25. Februar summierten sich die Buchungen im laufenden ersten Quartal 2026 bereits auf mehr als 32,8 Millionen Dollar – ein deutliches Gegensignal zur Q4-Schwäche.

Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg im Jahresvergleich um 314 Prozent, der hybride Stride-Solver verzeichnete in sechs Monaten ein Plus von 114 Prozent.

Bewertung bleibt anspruchsvoll

Die Aktie verlor im Februar rund 11,5 Prozent und notiert seitdem weitgehend stabil. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 6,9 Milliarden Dollar – das entspricht dem rund 157-Fachen des erwarteten Jahresumsatzes. Ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.

Ab dem 18. März präsentiert D-Wave auf dem APS Global Physics Summit in Denver neue wissenschaftliche Ergebnisse zu Annealing, Gate-Modell-Computing und Fehlerkorrektur. Wie der Markt die Kombination aus starkem Buchungsstart, laufender Akquisitionsintegration und weiterhin tiefroten Quartalsergebnissen bewertet, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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