Die Commerzbank hat sich von einem klassischen Sanierungsfall zu einem der heißesten Eisen im europäischen Bankensektor entwickelt. Nach einer beeindruckenden Rallye über die letzten zwölf Monate stellt sich für Anleger jedoch die Frage: Ist die Bewertung inzwischen zu ambitioniert oder rechtfertigt die neu entfachte Übernahmefantasie den Aufschlag? Das Bundeskartellamt lieferte nun einen entscheidenden Impuls für die Bullen.

Die Fakten im Überblick

  • Schlusskurs: 36,49 Euro
  • Performance 1 Jahr: +128,78 %
  • KGV (TTM): 17,6
  • Ergebnis je Aktie: 2,07 Euro
  • Nächster Widerstand: ca. 37,00 Euro

Kartellamt feuert Fantasie an

Der jüngste Kursanstieg basiert nicht nur auf operativen Fortschritten, sondern primär auf externen Treibern. Das Bundeskartellamt hat der italienischen UniCredit grünes Licht für den Erwerb weiterer Anteile gegeben. Diese regulatorische Freigabe beseitigt eine wesentliche Hürde für eine potenzielle Übernahme oder zumindest eine signifikante Aufstockung der Beteiligung.

Marktbeobachter werten diesen Schritt als klares Signal für eine mögliche Konsolidierung im europäischen Bankensektor. Die Unsicherheit weicht der Spekulation, was den Kurs stützt und Rücksetzer derzeit begrenzt hält.

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Bewertungsniveau deutlich gestiegen

Die fundamentale Betrachtung zeigt jedoch, dass die Commerzbank kein Schnäppchen mehr ist. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,6 hat sich die Aktie weit von den einstelligen Bewertungen der Vergangenheit entfernt. Investoren bezahlen aktuell eine deutliche Prämie auf das operative Geschäft.

Diese Bewertung spiegelt weniger die laufenden Gewinne wider, als vielmehr den strategischen Wert der Bank als Übernahmeziel. Solange die M&A-Szenarien (Mergers & Acquisitions) auf dem Tisch liegen, akzeptiert der Markt diesen Aufschlag. Fällt die Fantasie weg, wäre die aktuelle Bewertung rein fundamental schwerer zu rechtfertigen.

Charttechnik: Ausbruch in Arbeit

Technisch präsentiert sich die Aktie in einer robusten Verfassung. Mit einem Schlusskurs von 36,49 Euro notiert das Papier deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 34,41 Euro, was den kurzfristigen Aufwärtstrend untermauert. Auch der langfristige Trend ist intakt, da der Kurs fast 20 Prozent über der 200-Tage-Linie liegt.

Dennoch kämpft die Aktie aktuell mit dem Widerstandsbereich um 37,00 Euro. Gelingt hier der nachhaltige Ausbruch, wäre der Weg in Richtung des 52-Wochen-Hochs von 41,58 Euro, das erst Ende Dezember markiert wurde, charttechnisch frei. Prallt der Kurs hingegen ab, dient die Zone um 34,50 Euro als erste wichtige Auffanglinie.

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