Die wilde Fahrt der Commerzbank-Aktie scheint im Januar 2026 an einem entscheidenden Wendepunkt angekommen zu sein. Lange Zeit trieb die Hoffnung auf ein schnelles Übernahmeangebot der UniCredit den Kurs in schwindelerregende Höhen – ein Plus von über 111 % innerhalb eines Jahres spricht eine deutliche Sprache. Doch nun sorgt UniCredit-Chef Andrea Orcel für Ernüchterung: Eine Komplettübernahme ist beim derzeitigen Bewertungsniveau für die Italiener wirtschaftlich schlichtweg unvernünftig. Mit einem KGV von über 14 ist die Commerzbank deutlich teurer als die UniCredit selbst (KGV ca. 10,6), was den „Übernahmebonus“ vorerst wie Seifenblasen zerplatzen lässt.

Die 30-Prozent-Mauer

Strategisch agiert die UniCredit äußerst präzise. Mit einer Beteiligung von knapp unter 30 % verharrt die Bank unmittelbar unter der kritischen Schwelle, die ein Pflichtangebot an alle Aktionäre auslösen würde. Orcel macht damit klar: Man will zwar am Erfolg der Frankfurter teilhaben und die Beteiligung ab 2026 voll bilanziell konsolidieren, aber nicht um jeden Preis die volle Kontrolle übernehmen. Für die Commerzbank bedeutet das, dass sie sich nun ohne das Sicherheitsnetz einer Übernahmeprämie beweisen muss. Der Kursrücksetzer auf etwa 35 Euro ist die quittierte Quittung des Marktes für diese neue Realität.

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Operative Stärke als neuer Anker

 Doch die Commerzbank steht keineswegs vor dem Nichts. Das Institut hat im Rücken ein Rekordjahr 2025 mit einem operativen Ergebnis von rund 3,4 Milliarden Euro. Vorstandschefin Bettina Orlopp setzt alles auf die Karte Eigenständigkeit und eine aggressive Kapitalrückgabe. Erst im Dezember 2025 schloss die Bank einen massiven Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro ab – der bisher größte der Unternehmensgeschichte. Bis 2027 soll die Eigenkapitalrendite auf über 12 % steigen, was die Bank auch ohne Fusionsfantasien für langfristige Investoren attraktiv halten soll.

 

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