Commerzbank Aktie: Spannung vor Zahlen
Der Countdown läuft: Am 11. Februar präsentiert die Commerzbank ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Doch im Schatten der anstehenden Bilanzpressekonferenz tobt weiterhin der Machtkampf um die Zukunft des Instituts. Während die UniCredit ihren Einfluss ausbaut, stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Kann das Management mit starken Zahlen die Argumente für die Eigenständigkeit untermauern?
Berlin bleibt hart
Die Fronten im Übernahmepoker sind geklärt. Das Bundesfinanzministerium bekräftigte Ende Januar erneut seine Haltung: Eine unfreundliche Übernahme der systemrelevanten Bank kommt für Berlin nicht infrage. Der Bund nutzt seinen Anteil von rund zwölf Prozent weiterhin als strategischen Hebel, um die Pläne aus Mailand auszubremsen.
Auf der Gegenseite hat die UniCredit Fakten geschaffen. Die Italiener halten mittlerweile rund 26 Prozent der Anteile und verfügen über eine EZB-Genehmigung zur Aufstockung auf bis zu 29,9 Prozent. Ein Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle würde ein zwingendes Übernahmeangebot an alle Aktionäre auslösen.
Aktienrückkauf als Abwehrsignal
Um die Attraktivität der eigenen Aktie zu steigern und die Unabhängigkeit zu rechtfertigen, setzt die Commerzbank auf Kapitalrückführungen. Das jüngste Aktienrückkaufprogramm über rund eine Milliarde Euro wurde im Dezember abgeschlossen – es war bereits das fünfte seit 2023.
Rückenwind erhält das Institut von der Aufsicht: Die EZB hat die Kapitalanforderungen für 2026 gesenkt. Dies verschafft dem Management zusätzlichen finanziellen Spielraum für die Umsetzung der Strategie „Momentum 2028“ und mögliche Dividendenerhöhungen.
Fokus auf Dividende und Ausblick
Bei der Vorlage der Zahlen am 11. Februar werden Investoren weniger auf die Vergangenheit, sondern primär auf folgende Treiber achten:
- Dividendenpolitik: Nach 0,65 Euro im Vorjahr rechnen Marktteilnehmer mit einer Anhebung der Ausschüttung.
- Zinsüberschuss: Die Entwicklung im vierten Quartal zeigt, wie gut die Bank das veränderte Zinsumfeld meistert.
- Prognose 2026: Der Ausblick auf das laufende Jahr muss überzeugen, um den Kurs zu stützen.
Der 11. Februar wird zur Bewährungsprobe für die Eigenständigkeitsstrategie. Liefert der Vorstand überzeugende Prognosen und eine attraktive Dividende, stärkt dies die Position gegen die Übernahmeambitionen aus Italien. Enttäuscht der Ausblick hingegen, dürfte der Druck der Großaktionäre auf eine Konsolidierung weiter zunehmen.
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