Commerzbank Aktie: Regierung blockt ab
Die Bundesregierung hat ihre Position unmissverständlich klargemacht: Eine Übernahme der Commerzbank durch die italienische UniCredit ist unerwünscht. Kurz vor den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen erneuerte Berlin seinen Widerstand gegen die italienischen Ambitionen. Die Botschaft: Die Bank soll eigenständig bleiben – koste es, was es wolle.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- UniCredit hält bereits 26 Prozent der Commerzbank-Anteile
- Die EZB hat eine Aufstockung auf bis zu 29,9 Prozent genehmigt
- Der Bund blockiert mit seinem 12-Prozent-Anteil weitere Annäherungsversuche
- Am 11. Februar 2026 legt die Commerzbank ihre Jahreszahlen vor
- Für 2025 wird eine höhere Dividende als die 0,65 Euro von 2024 erwartet
Berlin zieht eine rote Linie
Das Bundesfinanzministerium ließ am 22. Januar keinen Zweifel an seiner Haltung. „Die Bundesregierung setzt weiterhin auf die Eigenständigkeit der Commerzbank", erklärte ein Sprecher gegenüber Reuters. Man begrüße die ambitionierten Ziele des Frankfurter Geldhauses und sehe eine positive Entwicklung.
Besonders deutlich wurde die Regierung bei der Definition dessen, was sie als inakzeptabel ansieht: Ein unfreundliches Vorgehen der UniCredit komme bei einer systemrelevanten Bank wie der Commerzbank nicht infrage. Der Bund will seinen zwölfprozentigen Anteil nicht veräußern und nutzt ihn als Schutzschild gegen die italienischen Übernahmepläne.
UniCredit sitzt in den Startlöchern
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Die italienische Großbank hat ihren direkten Anteil bereits auf rund 26 Prozent ausgebaut. Die Europäische Zentralbank genehmigte eine Aufstockung auf bis zu 29,9 Prozent. Sobald die 30-Prozent-Schwelle überschritten wird, müsste UniCredit den übrigen Aktionären ein offizielles Kaufangebot unterbreiten.
Die Position zahlt sich bereits aus: Laut Alliance News könnte die UniCredit allein aus Dividenden für das Geschäftsjahr 2025 bis zu 380 Millionen Euro kassieren – vorausgesetzt, die Commerzbank erhöht ihre Ausschüttung wie von Analysten erwartet.
Quartalszahlen als Bewährungsprobe
Am 11. Februar 2026 muss CEO Bettina Orlopp liefern. Dann legt die Commerzbank ihre Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Strategie zur Eigenständigkeit tatsächlich aufgeht. Für die Hauptversammlung am 20. Mai ist die Dividendenentscheidung geplant – nach 0,65 Euro je Aktie für 2024 rechnen Beobachter mit einer Steigerung.
Die Commerzbank-Aktie notiert bei 34,69 Euro und damit über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 31,89 Euro. Vom im Dezember erreichten Jahreshoch bei 41,58 Euro ist der Kurs allerdings noch 16,6 Prozent entfernt.
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