Die Commerzbank hat eine grüne Tier-2-Anleihe über 500 Millionen Euro platziert – die fünfte nachhaltige Emission seit 2018. Während die Bank ihre regulatorische Kapitalbasis stärkt, bleibt die Großaktionärssituation mit UniCredit im Hintergrund. Was bedeutet die Emission für die strategische Positionierung?

Die wichtigsten Fakten zur Emission:
- Volumen: 500 Millionen Euro
- Laufzeit: 12 Jahre bis Januar 2038
- Erste Kündigungsoption nach 7 Jahren (Januar 2033)
- Spread: MS+135 Basispunkte
- Verwendung: Umweltverträgliche Projekte im Rahmen des Green Bond Frameworks

Nachhaltige Finanzierung im Fokus

Die Frankfurter Großbank setzt ihre grüne Finanzierungsstrategie konsequent fort. Nach Emissionen in den Jahren 2018, 2020, 2022 und einer 750-Millionen-Emission im Juni 2025 unterstreicht die Bank ihr Engagement für nachhaltige Investments. Die Fixed-to-Fixed Rate Notes wurden unter dem Medium Term Note Programm begeben und richten sich mit einer Mindeststückelung von 100.000 Euro primär an institutionelle Investoren.

Die Tier-2-Anleihe stärkt die regulatorische Kapitalbasis der Bank – ein wichtiger Baustein im Kapitalmanagement. Gleichzeitig bedient die Commerzbank die wachsende Nachfrage nach grünen Finanzprodukten. Als Stabilisierungskoordinator fungiert die Bank selbst, unterstützt von Danske Bank, ING Bank und The Toronto-Dominion Bank.

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Kapitalstrategie zwischen Wachstum und Aktionärsrendite

Die Emission fügt sich in eine offensive Kapitalstrategie ein. Im September 2025 schloss die Commerzbank ihren fünften Aktienrückkauf seit 2023 über eine Milliarde Euro ab. Das erklärte Ziel: 100 Prozent des Nettogewinns nach AT1-Zahlungen an die Aktionäre zurückgeben.

Die operative Entwicklung unterstützt diese Strategie. Im dritten Quartal 2025 vermeldete die Bank das beste Neun-Monats-Ergebnis ihrer Geschichte mit einem Anstieg der Gesamterträge um 11 Prozent. Die NII-Prognose für 2025 wurde auf 8,2 Milliarden Euro angehoben. S&P Global Ratings honorierte die Entwicklung im Dezember 2025 mit einem positiven Ausblick und verwies auf die hohe Kapitalisierung sowie starke Verlustabsorptionskapazität.

UniCredit bleibt Faktor

Die italienische UniCredit hält weiterhin rund 26 Prozent an der Commerzbank. CEO Bettina Orlopp hatte im September 2025 eine Übernahme kategorisch ausgeschlossen. UniCredit wies Mitte Januar Gerüchte über ein Interesse an Anteilen der Banca Monte dei Paschi zurück und betonte, M&A-Optionen würden kontinuierlich geprüft – ohne dass dies auf eine konkrete Transaktion hindeute.

Am 11. Februar 2026 legt die Commerzbank ihre Quartalszahlen vor. Die Kombination aus solider operativer Performance, aktivem Kapitalmanagement und nachhaltiger Finanzierungsstrategie dürfte dann im Fokus stehen – während die Großaktionärssituation weiterhin Unsicherheit mit sich bringt.

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