Das Börsenjahr 2026 beginnt für die Commerzbank sofort mit einer existenziellen Richtungsfrage. Während die Aktie technisch noch von der massiven Rallye des Vorjahres zehrt, steht CEO Bettina Orlopp unter Zugzwang, die Eigenständigkeit des Instituts zu verteidigen. Zwei bevorstehende Termine im Januar könnten den Ausschlag im Ringen mit der UniCredit geben.

Hier liegen die Schwerpunkte der kommenden Wochen:

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  • 08. - 09. Januar: Auf dem ODDO BHF Forum in Lyon werden erste Indikationen für das neue Geschäftsjahr erwartet.
  • 12. - 14. Januar: Beim German Investment Seminar in New York muss das Management US-Investoren von der „Strategy 2027“ überzeugen.

Orlopps Verteidigungslinie

Der Termin in New York gilt als entscheidend. Bettina Orlopp muss darlegen, dass die Commerzbank als eigenständiges Unternehmen mehr Wert schafft als durch eine Übernahmeprämie realisierbar wäre. Fundamental hat sich das Institut für diese Auseinandersetzung gerüstet: Das am 18. Dezember 2025 abgeschlossene Aktienrückkaufprogramm und die von der EZB gesenkten Kapitalanforderungen für 2026 verschaffen finanziellen Spielraum.

Die Bedrohungslage bleibt derweil akut. Bereits seit April 2025 liegt die Erlaubnis des Bundeskartellamts vor, dass die UniCredit ihre Anteile auf bis zu 29,99 Prozent aufstocken darf. Die bisherige Zurückhaltung der Italiener interpretieren Marktbeobachter als taktisches Abwarten, das im neuen Jahr schnell enden könnte.

Starke Korrektur nach Rekordhoch

Trotz der fundamentalen Stärke spiegelt der Kursverlauf die Nervosität wider. Zwar verzeichnet das Papier auf 12-Monats-Sicht ein beeindruckendes Plus von rund 135 Prozent, doch kurzfristig setzten Gewinnmitnahmen ein. Mit aktuell 36,40 Euro notiert die Aktie gut 12 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 41,58 Euro, das erst am 24. Dezember erreicht wurde.

Die hohe Volatilität von über 68 Prozent deutet darauf hin, dass Anleger sensibel auf Nachrichten reagieren. Sollte die Präsentation in New York überzeugen oder Spekulationen über ein konkretes Angebot aufkommen, ist ein erneuter Anlauf auf die 40-Euro-Marke denkbar. Enttäuscht die Strategie jedoch, bietet der Bereich um 32 Euro eine erste signifikante Unterstützung.

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