Während UniCredit-Chef Andrea Orcel eine vollständige Übernahme bei den aktuellen Bewertungen als "wirtschaftlich unvernünftig" bezeichnet, setzt BlackRock ein starkes Zeichen: Der weltgrößte Vermögensverwalter hat seine Beteiligung auf 5,90 Prozent ausgebaut. Die Übernahmefantasie kühlt ab – doch institutionelle Investoren setzen auf das operative Geschäft der Frankfurter.

BlackRock überschreitet Meldeschwelle

Am 15. Januar 2026 meldete BlackRock den Ausbau seiner Position. Der neue Stimmrechtsanteil liegt bei 5,90 Prozent, nachdem er zuvor bei 5,78 Prozent lag. Die Schwellenberührung erfolgte bereits am 9. Januar 2026.

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Die wichtigsten Fakten zur BlackRock-Beteiligung:

  • Stimmrechtsanteil: 5,90 Prozent (vorher: 5,78 Prozent)
  • Direkt aus Aktien: 5,71 Prozent
  • Über Instrumente: 0,19 Prozent
  • Datum der Schwellenberührung: 09.01.2026

Dieser Schritt unterstreicht das Vertrauen institutioneller Anleger in die Eigenständigkeit der Bank – jenseits der Übernahmespekulationen.

M&A-Fantasie verliert an Kraft

UniCredit hält zwar knapp 29 Prozent der Anteile, doch CEO Andrea Orcel machte deutlich: Bei der aktuellen Bewertung kommt eine vollständige Übernahme nicht infrage. Diese Aussage dämpft die Hoffnungen auf einen schnellen Deal, der den Kurs monatelang befeuert hatte.

Parallel dazu präsentierte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp auf dem German Investment Seminar in New York (12.-14. Januar 2026) ihre "Stand-Alone-Strategie". Das Management positioniert die Bank klar als eigenständigen Akteur. Der Markt wertet dies differenziert: Spekulative Luft entweicht, gleichzeitig bestätigt die hohe Bewertung das operative Vertrauen.

Konjunktur trübt sich ein

Die Chefvolkswirte der Commerzbank senkten am 15. Januar ihre Wachstumsprognose für Deutschland deutlich: Statt 1,2 Prozent erwarten sie nur noch 0,9 Prozent BIP-Wachstum für 2026. Chefvolkswirt Jörg Krämer verwies auf schwache Frühindikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima und zunehmende Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten.

Trotz der eingetrübten Aussichten refinanziert sich das Institut problemlos am Kapitalmarkt. Eine grüne Tier-2-Anleihe über 500 Millionen Euro mit zwölfjähriger Laufzeit stieß auf robuste Nachfrage – ein Zeichen für die solide Kreditwürdigkeit.

Wichtige Termine im Blick

Am 20. Januar tritt CEO Bettina Orlopp beim Weltwirtschaftsforum in Davos auf. Im Panel "Banking Accelerated" könnten weitere Details zur strategischen Ausrichtung folgen. Am 11. Februar 2026 präsentiert die Bank die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 – der entscheidende Test für die aktuelle Bewertung.

Die Commerzbank befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung: BlackRocks Engagement stützt das Vertrauen, während die UniCredit-Aussagen kurzfristiges Aufwärtspotenzial begrenzen. Bei 35,85 Euro notiert die Aktie leicht unter dem Vortagsschluss, bleibt aber deutlich über ihrer 200-Tage-Linie bei rund 31 Euro.

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