Die Bundesregierung lässt keinen Zweifel: Eine Übernahme der Commerzbank durch UniCredit ist unerwünscht. Kurz vor den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen bekräftigte das Finanzministerium die ablehnende Haltung – und CEO Bettina Orlopp nutzt das Weltwirtschaftsforum in Davos, um ihre Eigenständigkeitsstrategie zu verteidigen.

Klare Ansage aus dem Finanzministerium

Das Bundesfinanzministerium stellte am 22. Januar unmissverständlich klar: „Die Bundesregierung setzt weiterhin auf die Eigenständigkeit der Commerzbank." Ein Sprecher verwies auf die positive Entwicklung des Instituts und die ambitionierten Ziele des Managements.

Die wichtigsten Punkte der Regierungsposition:

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  • Unfreundliches Vorgehen durch UniCredit sei „inakzeptabel"
  • Verweis auf systemrelevante Bedeutung der Commerzbank
  • Thema dürfte bei Konsultationen in Rom erneut auf den Tisch kommen

In Regierungskreisen heißt es, dass die aktuellen Bewertungsniveaus einen wertschaffenden Deal ohnehin nicht zulassen würden. UniCredit hält derzeit rund 26% an der Commerzbank und hat die EZB-Genehmigung für eine Aufstockung auf bis zu 29,9% erhalten. CEO Andrea Orcel hat die Entscheidung über das weitere Vorgehen auf 2026 verschoben.

Orlopp setzt auf hohes Kursniveau als Schutzschild

Die Commerzbank-Chefin argumentierte in Davos, dass zwar ein konkretes Übernahmeangebot nicht vorliege, die derzeitige Bewertung aber gegen einen Deal spreche. Die Aktie notiert aktuell bei rund 34,39 Euro – ein Plus von über 90% gegenüber dem Jahrestief vom Januar 2025.

Orloppas Kernaussagen:

  • Zur Konjunktur: BIP-Wachstum von 0,9% für Deutschland erwartet – „kein großartiger Wert, aber ein Ausgangspunkt"
  • Zum Geschäft: Kunden verhalten sich vorsichtig, Risikomanagement bleibt Priorität
  • Zu KI: Künstliche Intelligenz als Schlüsselpriorität für 2026 – bereits im Einsatz bei Preisgestaltung und Betrugsprävention

Quartalszahlen im Februar

Die Bank will am 11. Februar die Q4-2025-Zahlen vorlegen. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2025 einen Gewinn von 2,45 Euro je Aktie. Der abgeschlossene Aktienrückkauf über 1 Milliarde Euro wurde im Dezember 2025 erfolgreich beendet.

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