Coinbase Aktie: Politisches Erdbeben
Brian Armstrong hat mit einem einzigen Tweet ein wegweisendes Kryptogesetz zu Fall gebracht. Der Coinbase-Chef zog seine Unterstützung für den sogenannten Clarity Act zurück – und zwang den US-Senat, die geplante Abstimmung abzusagen. Der Vorgang zeigt, wie viel Macht die Kryptobörse mittlerweile in Washington besitzt. Gleichzeitig offenbart er einen erbitterten Kampf um Billionen-Dollar zwischen Banken und Krypto-Unternehmen.
Drei Einwände, die alles änderten
Der Bankenausschuss des Senats hatte für Donnerstag die Abstimmung über den Clarity Act angesetzt – ein knapp 300 Seiten starkes Regelwerk für den Kryptosektor. Dann veröffentlichte Armstrong auf X seine Kritik an dem Gesetzentwurf. Coinbase könne das Gesetz „in dieser Form leider nicht unterstützen".
Seine drei zentralen Kritikpunkte:
- Schwächung der CFTC: Die Rolle der Commodity Futures Trading Commission, der bevorzugten Aufsichtsbehörde der Branche, würde beschnitten
- Verbot von Stablecoin-Rewards: Neue Formulierungen würden Krypto-Unternehmen faktisch daran hindern, Kunden Prämien auf Stablecoin-Guthaben anzubieten
- Zu viel Macht für die SEC: Die Securities and Exchange Commission erhielte zu weitreichende Befugnisse
Ausschussvorsitzender Tim Scott sagte die Anhörung wenige Stunden nach Armstrongs Tweet ab. Senatorin Cynthia Lummis kommentierte: „Das war der tausendste Schnitt in einem Tod durch tausend Schnitte."
Der Kern des Konflikts: Stablecoins als Bankenkiller
Im Zentrum steht die Frage, ob Krypto-Plattformen Zinsen oder zinsähnliche Prämien auf Stablecoin-Einlagen anbieten dürfen. Das bedroht traditionelle Bankeinlagen direkt. Mehr als 3.000 Banken haben eine von der American Bankers Association initiierte Petition unterzeichnet. Ihre Warnung: Erlaubt man Krypto-Firmen solche Angebote, würden „Billionen aus der lokalen Kreditvergabe abgezogen". Die US-Notenbank schätzt die potenzielle Kreditverknappung auf mehrere hundert Milliarden bis zu 1,2 Billionen Dollar.
Armstrong fordert gleiche Wettbewerbsbedingungen: „Krypto-Unternehmen sollten ebenso Kredite vergeben dürfen wie Banken."
Verhandlungen mit dem Weißen Haus
Am 17. Januar widersprach Armstrong Berichten, die Trump-Administration erwäge einen vollständigen Rückzug der Unterstützung für das Gesetz. Er bezeichnete das Weiße Haus als „sehr konstruktiv" und bestätigte, die Regierung habe Coinbase gebeten, direkt mit den Banken zu verhandeln.
„Tatsächlich haben wir einige gute Ideen entwickelt, wie wir speziell die kleineren Banken in diesem Gesetz unterstützen können", schrieb Armstrong. Senatorin Lummis stellte eine neue Abstimmung für Februar oder März in Aussicht.
Am 12. Februar 2026 veröffentlicht Coinbase die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Goldman Sachs stufte die Aktie kürzlich auf „Buy" hoch und setzt ein Kursziel von 303 Dollar – die Analysten sehen nach der Underperformance eine attraktive Einstiegsgelegenheit.
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