Sanford C. Bernstein hat das Kursziel für Coinbase von 440 auf 330 US-Dollar gesenkt – und begründet das mit einem schwierigeren Handelsumfeld im laufenden Jahr verglichen mit dem Rekordjahr 2025. Das „Outperform"-Rating bleibt bestehen, was bei einem aktuellen Kurs von rund 139 Euro immerhin ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von über 100 Prozent impliziert. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen an einer regulatorischen Front, die direkt ins Herzstück des Geschäftsmodells zielt.

Der CLARITY Act als Belastungsfaktor

Der heikelste Punkt ist derzeit die Auseinandersetzung um den CLARITY Act im US-Senat. Coinbase hat dem Senat mitgeteilt, den aktuellen Entwurf des Gesetzes nicht unterstützen zu können – konkret wegen einer Klausel, die passive Erträge auf Stablecoin-Guthaben verbieten würde.

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Das ist kein Randthema: 2025 erzielte Coinbase rund 1,35 Milliarden US-Dollar aus dem Stablecoin-Geschäft, hauptsächlich aus der Partnerschaft mit Circle rund um USDC. Das entspricht knapp 20 Prozent des Gesamtumsatzes von 7,2 Milliarden US-Dollar. Die geplanten Einschränkungen sollen verhindern, dass Kryptobörsen mit Zinsanreizen Einlagen aus dem klassischen Bankensystem abziehen. Die Senatsabstimmung über den Gesetzesentwurf ist für April 2026 angesetzt.

Wachstum und Gegengewichte

Trotz der regulatorischen Unsicherheit gibt es operative Stabilisatoren. Das Unternehmen verfügt über eine im Februar 2026 genehmigte Aktienrückkaufermächtigung in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar – ein Signal, das den Kurs in volatilen Phasen stützen soll.

Strategisch treibt CEO Brian Armstrong die sogenannte „Everything Exchange"-Vision voran: eine Plattform, die neben Kryptowährungen auch klassische Aktien, Derivate und Prognosemärkte unter einem Dach vereint. Im ersten Quartal 2026 verzeichneten die Prognosemärkte Rekordvolumina, unter anderem getrieben durch Großereignisse im Sport. Ergänzt wird das durch die Integration von Chainlinks DataLink-Dienst, über den Coinbase institutionellen DeFi-Protokollen Echtzeit-Orderbuchdaten verkauft – ein neuer Baustein im Nicht-Transaktionsgeschäft.

Die Aktie notiert aktuell rund 61 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 361 Euro und damit auch deutlich unterhalb ihrer langfristigen Durchschnittswerte. Wie viel davon auf das regulatorische Risiko rund um den CLARITY Act entfällt, dürfte sich spätestens nach dem Senatsverfahren im April zeigen.

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