Der Konsumgüterriese Unilever kommt nicht zur Ruhe. Während das Management den milliardenschweren Umbau des Portfolios vorantreibt, sorgt ein neuer Rechtsstreit mit der ehemaligen Führung der Tochtermarke Ben & Jerry’s für Unruhe. Inmitten dieser internen Spannungen und strategischen Verkaufsgespräche markierte das Papier zuletzt ein neues Jahrestief.

Schwere Vorwürfe aus Kalifornien

Am Freitag wurde in Kalifornien eine Verleumdungsklage gegen Unilever und die Tochtergesellschaft Magnum eingereicht. Die ehemalige Verwaltungsratsvorsitzende von Ben & Jerry’s wirft dem Konzern vor, gezielt Falschinformationen über ihre Amtszeit verbreitet zu haben, um ihre Abberufung im Dezember 2025 zu rechtfertigen. Der Hintergrund dieses Konflikts reicht bis ins Jahr 2021 zurück, als die Eismarke entschied, den Verkauf in besetzten Gebieten im Westjordanland einzustellen. Unilever weist die neuen Vorwürfe offiziell zurück.

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Fokus auf die Lebensmittelsparte

Abseits der Gerichtssäle richten Investoren ihren Blick auf die geplante Trennung von der Lebensmittelsparte. Das Segment, das 2025 rund 12,9 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz beisteuerte, steht laut Marktberichten vor einem Verkauf an McCormick. Branchenexperten taxieren den Wert der Sparte auf bis zu 31 Milliarden Euro. Dass Unilever seine Wachstumsprognose für 2026 am unteren Ende der Zielspanne von 4 bis 6 Prozent ansiedelt, dämpft jedoch die Euphorie über den möglichen Milliardendeal.

Aktie auf Jahrestief

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie rutschte am Donnerstag auf 52,15 Euro ab und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Innerhalb der letzten 30 Tage verlor der Titel rund 15,9 Prozent an Wert. Marktbeobachter bleiben vorerst vorsichtig und stufen das Papier im Konsens mehrheitlich mit „Reduce“ ein.

Im Fokus steht nun, ob die Verkaufsgespräche mit McCormick zeitnah in eine konkrete Einigung münden. Ein fester Termin im Kalender der Aktionäre ist zudem der 10. April 2026, an dem die nächste Dividendenzahlung erfolgt.

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