Coinbase ist vor allem als Handelsplatz für Kryptowährungen bekannt. Doch angesichts tiefroter Zahlen und schwächelnder Krypto-Märkte baut das US-Unternehmen sein Geschäftsmodell radikal um. Ab sofort können US-Kunden auch Aktien und ETFs handeln – ein strategischer Schritt, um die Abhängigkeit vom volatilen Bitcoin-Geschäft zu verringern.

Angriff auf etablierte Broker

Seit gestern steht der neue Dienst nach einer Testphase allen US-Nutzern zur Verfügung. Das Angebot umfasst den provisionsfreien Handel mit über 8.000 Aktien und ETFs. Coinbase setzt dabei auf aggressive Konditionen: Der Zugang zu den traditionellen Märkten ist 24 Stunden am Tag an fünf Tagen die Woche möglich. Zudem erlaubt die Plattform den Erwerb von Bruchteilsaktien ab einem Dollar, wobei Kunden ihre Konten direkt mit US-Dollar oder dem Stablecoin USDC finanzieren können.

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Um die Reichweite schnell zu skalieren, hat Coinbase eine Partnerschaft mit Yahoo Finance geschlossen. Ein integrierter Trading-Button auf dem Finanzportal leitet Nutzer direkt zur Handelsplattform weiter. Dies unterstreicht die Ambition, sich von einer reinen Krypto-Börse zu einer umfassenden Finanzplattform zu wandeln.

Krypto-Winter belastet Bilanz

Der Vorstoß in traditionelle Anlageklassen erfolgt aus einer Position der Notwendigkeit heraus. Das Kerngeschäft mit digitalen Assets steht unter erheblichem Druck. Der interne "Bitcoin Premium Index" notiert seit 40 Tagen im negativen Bereich – ein neuer Negativrekord, der auf anhaltenden Verkaufsdruck und mangelnde Nachfrage im Einzelhandel hindeutet.

Diese Schwäche spiegelt sich in den jüngsten Zahlen wider: Im vierten Quartal 2025 verbuchte Coinbase einen Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar bei einem Umsatzrückgang auf 1,78 Milliarden US-Dollar. Lediglich das Stablecoin-Geschäft erwies sich mit rund 1,3 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz als stabiler Anker.

Finanzvorständin Alesia Haas wird am 3. März auf der Morgan Stanley Technologie-Konferenz weitere Details zur Strategie erläutern. Angesichts eines Kursverlusts von über 31 Prozent seit Jahresbeginn warten Anleger dringend auf Signale, wie der Konzern die Profitabilität wiederherstellen will.

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