Ethereum: Buterin verkauft massiv
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat im Februar 2026 rund 17.000 ETH im Wert von etwa 43 Millionen Dollar verkauft. Die Transaktionen fallen in eine Phase, in der Ethereum mit einem Minus von 37 Prozent binnen 30 Tagen unter massivem Druck steht. Der Kurs bewegt sich aktuell um 1.850 bis 1.920 Dollar – ein historisch schlechter Jahresstart.
Von 241.000 auf 224.000 ETH
Laut Arkham Intelligence, zitiert von CoinDesk, hielten Buterins zugeordnete Wallets Anfang Februar etwa 241.000 ETH. Bis Ende des Monats ist der Bestand auf rund 224.000 ETH gesunken. Die Verkäufe erfolgten über den dezentralen Exchange-Aggregator CoW Protocol in zahlreichen kleineren Transaktionen. Diese Vorgehensweise minimiert zwar Slippage, führt aber zu einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung statt einer einmaligen Liquidation.
Allein in den vergangenen 48 Stunden verkaufte Buterin laut Lookonchain 1.869 ETH. Über drei Tage hinweg flossen etwa 7 Millionen Dollar ab. Bereits Anfang Februar hatte er knapp 3.000 ETH im Wert von rund 6,6 Millionen Dollar veräußert.
Der Mitgründer begründet die Verkäufe mit der Finanzierung von Datenschutz- und Sicherheitsprojekten. Im Januar kündigte er an, 16.384 ETH für Privacy-Technologien, offene Hardware und sichere Software bereitzustellen. Die Ethereum Foundation befindet sich laut Buterin in einer Phase der "milden Austerität", während die technische Roadmap weitergeführt wird.
Schlechtester Jahresstart der Geschichte
Mit einem Verlust von 38 Prozent seit Jahresbeginn verzeichnet Ethereum den schwächsten Start eines Jahres seit Bestehen. Noch Anfang 2026 notierte ETH nahe 3.000 Dollar, Mitte September 2025 sogar über 4.700 Dollar. Der Absturz erfolgt parallel zu einem breiten Abverkauf am Kryptomarkt: Bitcoin verlor 24 Prozent, die Gesamtmarktkapitalisierung sank binnen 30 Tagen um knapp 25 Prozent. Anfang Februar wurden über 2,5 Milliarden Dollar an Leveraged-Positionen in einer einzigen Session liquidiert.
Zusätzlicher Druck kommt von der Angebotsseite. Mehr als 30 Prozent des ETH-Angebots sind zwar im Staking gebunden, doch die Rendite ist auf 2,8 Prozent gesunken. Spot-ETFs, die anfangs 9,6 Milliarden Dollar anzogen, verzeichnen mittlerweile anhaltende Abflüsse. Auch Unternehmen leiden: Bitmine Immersion Technologies, einer der größten Corporate Holder, sitzt nach einem 60-Prozent-Einbruch binnen sechs Monaten auf Milliarden-Verlusten.
Upgrades trotz Marktdruck
Parallel zur Marktflaute schreitet die technische Entwicklung voran. Am 19. Februar bestätigten Ethereum-Entwickler FOCIL (Fork-Choice-Enforced Inclusion Lists, EIP-7805) für das Hegota-Upgrade in der zweiten Jahreshälfte 2026. Das Protokoll verpflichtet Block-Produzenten, Transaktionen aus Inclusion Lists zu berücksichtigen, die von 17 zufällig gewählten Validatoren eingereicht werden. EIP-8141 macht zudem Smart-Contract-Wallets und Multisigs zum festen Bestandteil des Protokolls.
Das Glamsterdam-Upgrade für die erste Jahreshälfte 2026 bringt bis zu 22 EIPs mit Fokus auf L1-Skalierung, ePBS und Gas-Effizienz.
Wachstum ohne Wertsteigerung
Der strukturelle Widerspruch: Ethereum wächst, aber das spiegelt sich nicht im Token-Preis wider. Das Dencun-Upgrade 2024 senkte die Gebühren für Layer-2-Netzwerke drastisch, was den deflationären Burn-Mechanismus schwächte. Ethereum verarbeitet über 90 Prozent aller globalen Stablecoin-Emissionen und verfügt über das größte Entwickler-Ökosystem – doch die eigene Architektur entkoppelt derzeit Netzwerknutzung und Token-Nachfrage. Ob sich dieser Konflikt durch die anstehenden Upgrades lösen lässt, wird sich bis Jahresende zeigen.
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