Der iShares MSCI World ETF steht vor einer signifikanten Anpassung. Am Freitagabend werden die Karten im wichtigsten Welt-Aktienindex neu gemischt. Doch diesmal ist die Ausgangslage ungewöhnlich: Da deutlich mehr Unternehmen den Index verlassen als neu hinzukommen, entsteht ein Ungleichgewicht, das den Kaufdruck auf wenige Titel konzentriert.

Asymmetrische Anpassung

Mit dem Handelsende am kommenden Freitag, den 27. Februar, tritt die vierteljährliche Überprüfung des MSCI World Index in Kraft. ETF-Anbieter wie BlackRock müssen ihre Portfolios mechanisch anpassen, um den Index weiterhin exakt abzubilden. Die Besonderheit dieser Runde liegt im Detail: Während nur 18 Aufsteiger neu aufgenommen werden, fliegen 27 Titel aus dem Benchmark.

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Diese Diskrepanz bündelt die Nachfrage der passiven Fonds auf wenige Aktien, während sich der Verkaufsdruck auf eine breitere Masse verteilt. Zwar liegt der geschätzte Umschlag bei moderaten 0,3 Prozent, doch für die betroffenen Einzelwerte sind die damit verbundenen Mittelflüsse am Stichtag entscheidend.

US-Tech und Raumfahrt im Fokus

Besonders US-Werte dominieren die Liste der Neuzugänge nach Marktkapitalisierung. An der Spitze steht AST SpaceMobile. Das Unternehmen für satellitengestützte Breitbandkommunikation sicherte sich zuletzt wichtige Partnerschaften mit AT&T und Verizon und meldete erfolgreiche Satellitenstarts.

Ebenfalls neu dabei ist Coherent Corp. Der Hersteller optischer Transceiver profitiert direkt vom Ausbau der KI-Infrastruktur, da seine Hardware kritische Engpässe in Rechenzentren beseitigt. Dritter im Bunde der Schwergewichte ist FTAI Aviation, ein Profiteur des globalen Flugzeugmangels, der zudem ins Energiegeschäft für Datenzentren expandiert. Weitere US-Neulinge sind unter anderem Casey’s General Stores und Curtiss-Wright.

Auf der Verkaufsliste stehen hingegen prominente Namen, die den Anforderungen nicht mehr genügen. Aus dem US-Segment müssen DocuSign, Nutanix und Paycom weichen. Auch international wird ausgesiebt: Japan verliert vier Vertreter, darunter Tokyo Metro. In Europa trifft es die französischen Werte Edenred und FDJ, während der Leasing-Spezialist Ayvens neu hinzustößt.

Methodik und Krypto-Entscheidung

Diese Anpassung ist die letzte vor einer größeren methodischen Umstellung im Mai 2026, die eine präzisere Berechnung des Streubesitzes einführen wird. Um unnötige Transaktionen vor diesem Termin zu vermeiden, wurden diesmal nur signifikante Änderungen berücksichtigt.

Relevant für die zukünftige Zusammensetzung ist auch eine politische Entscheidung des Indexanbieters: MSCI hat bestätigt, Unternehmen mit hohen Beständen an digitalen Assets vorerst nicht pauschal aus den Indizes zu verbannen. Firmen, deren Krypto-Bestände 50 Prozent der Assets übersteigen, bleiben somit investierbar, was eine breitere Diversifikation im ETF weiterhin zulässt.

Für Anleger bedeutet der kommende Freitag einen Tag mit potenziell erhöhtem Handelsvolumen, insbesondere in der Schlussauktion. Der thematische Shift hin zu Weltraumtechnik und KI-Hardware spiegelt die aktuelle Evolution der Weltwirtschaft wider, die sich ab kommender Woche auch fest im Portfolio des iShares MSCI World ETF manifestiert.

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