Bernstein sieht die Krypto-Aktien kurz vor einem Wendepunkt — und Coinbase steht dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig betritt das Unternehmen mit kryptobesicherten Hypotheken Neuland auf dem US-Immobilienmarkt. Zwei sehr unterschiedliche Signale, die zusammen ein ungewöhnliches Bild ergeben.

Analyst senkt Kursziel, bleibt aber optimistisch

Die Broker-Analyse von Bernstein ist klar in ihrer Botschaft: Der Sektor hat rund 60 Prozent gegenüber den Hochs von 2025 verloren — und damit sind aus Sicht der Analysten „große Unternehmen zu großen Abschlägen" entstanden. Das Outperform-Rating für Coinbase bleibt bestehen, das Kursziel wurde jedoch von 440 auf 330 US-Dollar gesenkt.

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Hintergrund ist ein deutlich schwächeres Handelsvolumen. Coinbase-Spotvolumen liegt laut Bernstein rund 30 Prozent unter dem Niveau des vierten Quartals 2025. Die EPS-Schätzung für 2026 wurde um 44 Prozent auf 5,97 US-Dollar gekürzt. Trotzdem erwarten die Analysten ein EPS-Wachstum von 23 Prozent im laufenden Jahr und einen Umsatzanstieg von durchschnittlich 26 Prozent jährlich bis 2027.

Den größten Ergebnisbeitrag sehen die Analysten bei Stablecoins: Coinbase soll rund die Hälfte der USDC-Erlöse von Circle einstreichen. Hinzu kommen wachsende Beiträge aus Derivaten, Prediction Markets und Aktienhandel. Die aktuelle Schwäche führt Bernstein auf Makrodruck und fragile Marktstimmung zurück — nicht auf strukturelle Probleme.

Krypto trifft Hypothekenmarkt

Parallel dazu hat Coinbase eine Partnerschaft mit dem Hypothekenanbieter Better Home & Finance geschlossen. Über diese Kooperation akzeptiert Fannie Mae erstmals kryptobesicherte Hypotheken. Konkret können Kreditnehmer Bitcoin oder USDC als Sicherheit für ein separates Darlehen hinterlegen, das die Anzahlung finanziert — ohne die digitalen Assets verkaufen zu müssen.

Das Modell vermeidet damit steuerpflichtige Veräußerungsgewinne. Ungewöhnlich ist auch, dass keine Nachschussforderungen vorgesehen sind: Fällt der Bitcoin-Kurs, ändern sich die Hypothekenkonditionen nicht. Die Zinssätze liegen je nach Kreditnehmerprofil 0,5 bis 1,5 Prozentpunkte über dem Niveau klassischer 30-Jahres-Darlehen.

Den regulatorischen Rahmen schuf die Federal Housing Finance Agency bereits im vergangenen Juni, als Direktor Bill Pulte Fannie Mae und Freddie Mac anwies, Kryptowährungen als Vermögenswerte für Hypotheken zu berücksichtigen. Ob das Programm schnell skaliert, ist offen: Experten verweisen auf operative Komplexität und unterschiedliche Regulierung auf Staatsebene.

Kursentwicklung spiegelt den Gegenwind wider

Die Coinbase-Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten rund 52 Prozent verloren und notiert aktuell deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Bernstein erwartet, dass die Schwäche noch bis zu den Q1-Zahlen anhält — sieht danach aber eine mögliche Stabilisierung.

Zwei Entwicklungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: ein gesenktes Kursziel auf der einen Seite, ein historischer Schritt in den US-Hypothekenmarkt auf der anderen. Ob der erhoffte Boden tatsächlich mit den Q1-Ergebnissen kommt, werden die kommenden Wochen zeigen.

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