Bitcoin hat das erste Quartal 2026 unter denkbar schwierigen Bedingungen abgeschlossen. Der größte Optionsverfall des Jahres fiel mit einem eskalierenden Militärkonflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran zusammen — ein Zusammentreffen, das die Kryptowährung deutlich unter Druck setzte.

Doppelter Gegenwind zum Quartalsende

An der Optionsbörse Deribit wurden am letzten Handelstag des Quartals Bitcoin-Optionen im Wert von 14,16 Milliarden US-Dollar abgerechnet. Als der Kurs dabei die Unterstützungsmarke bei rund 67.800 US-Dollar unterschritt, wurden Long-Positionen im Wert von 300 Millionen US-Dollar liquidiert. Bitcoin fiel auf ein Tagestief von 65.720 US-Dollar.

Marktanalystin Lacie Zhang von Bitget Wallet erklärte, dass institutionelle Investoren in diesem Quartal verstärkt ihre Aufwärtsabsicherungen verkauft hätten, um in einem schwachen Marktumfeld Rendite zu erzielen. Das habe die Volatilität gedämpft und Richtungsbewegungen gebremst — ein Effekt, der mit dem Verfall der Kontrakte nun nachlassen dürfte.

Parallel dazu bleibt der Nahost-Konflikt ein dominierender Faktor. Trumps Ankündigung, man führe „ernsthafte Gespräche" mit dem Iran, löste kurzfristig eine Erholung aus. Teheran wies Verhandlungen jedoch umgehend zurück. Brent-Rohöl schloss am 30. März bei 112,78 US-Dollar pro Barrel — ein monatlicher Anstieg von rund 55 Prozent, der größte seit Einführung des Kontrakts 1988. Bitcoin verhielt sich dabei weniger als Krypto-Asset denn als Makro-Barometer: Wer Inflation und Rezession fürchtet, reduziert zuerst volatile Positionen.

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Schwaches Quartal, aber ETF-Trendwende

Das Q1 2026 war Bitcoins schwächstes erstes Quartal seit dem Bärenmarkt 2022. Von rund 93.000 US-Dollar zu Jahresbeginn fiel der Kurs in den 66.000er-Bereich — ein Minus von gut 25 Prozent seit Jahresstart. Das März-Plus von 2,8 Prozent konnte die Verluste aus Januar und Februar kaum ausgleichen.

Bemerkenswert ist jedoch die Entwicklung bei den ETF-Zuflüssen. Nach vier Monaten mit Netto-Abflüssen drehte der Trend im März: Rund 1,3 Milliarden US-Dollar flossen netto in Bitcoin-ETFs zurück. Kumuliert haben US-Spot-Bitcoin-ETFs seit ihrer Einführung mehr als 65 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen angesammelt — auch während der jüngsten Preiskorrektur. Dieses institutionelle Fundament existierte in früheren Bärenmärkten nicht.

Strukturelle Spannung bleibt

Trotz des institutionellen Rückhalts befinden sich aktuell nur 57 Prozent des Bitcoin-Angebots in der Gewinnzone — ein Niveau, das historisch mit frühen Bärenmärkten assoziiert wird. Technisch hat der Kurs die wichtige Unterstützung bei rund 67.850 US-Dollar unterschritten und hält nun die 66.000-Dollar-Marke.

Ob das historische Muster greift — auf Bitcoins vier negative Kalenderjahre folgte stets eine Erholung im Folgejahr — hängt maßgeblich davon ab, wie sich der Nahost-Konflikt und die Makrolage in den kommenden Wochen entwickeln. Der nächste konkrete Stresstest kommt bereits Anfang April, wenn neue US-Inflationsdaten und weitere geopolitische Signale auf einen Markt treffen, der technisch noch keinen stabilen Boden gefunden hat.

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