Coinbase Aktie: Analysten treiben an
Coinbase startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einer kräftigen Erholung in den vergangenen Wochen sorgt nun eine Hochstufung durch Goldman Sachs für zusätzlichen Schub. Im Zentrum steht weniger der kurzfristige Kryptohype, sondern die Frage: Wie stark trägt das neue Geschäftsmodell jenseits der reinen Handelsgebühren?
Goldman-Hochstufung als Auslöser
Der jüngste Kursanstieg wird vor allem durch eine Anpassung der Einstufung von Goldman Sachs getrieben. Die US-Investmentbank hat die Aktie von „Neutral“ auf „Kaufen“ hochgestuft und zugleich das Kursziel von 294 auf 303 US‑Dollar angehoben.
Analyst James Yaro begründet die positivere Einschätzung mit der wachsenden Diversifizierung der Erlösquellen. Coinbase mache sich Stück für Stück unabhängiger von hochvolatilen Transaktionsgebühren. Stattdessen rücken planbarere Einnahmen in den Vordergrund, etwa:
- Verwahrdienstleistungen für digitale Assets (Custody)
- Staking-Erlöse
- Erträge aus Stablecoin-Programmen und ‑Belohnungen
Diese Verschiebung hin zu wiederkehrenden und servicebasierten Umsätzen wird von institutionellen Investoren laut Goldman Sachs als Argument für eine höhere Bewertungsprämie gesehen.
Strategische Neuausrichtung: „Everything Exchange“
Positiv aufgenommen wird auch die langfristige Strategie. CEO Brian Armstrong skizzierte zuletzt das Ziel, bis 2026 eine „Everything Exchange“ aufzubauen. Über diese Plattform sollen Kryptowährungen, klassische Aktien und weitere Anlageklassen in einer globalen Anwendung zusammengeführt werden.
Damit positioniert sich Coinbase nicht mehr nur als reine Kryptobörse, sondern als breiter aufgestellter Infrastruktur-Anbieter für das Finanzsystem der Zukunft. Goldman Sachs verweist darauf, dass die Umsätze aus Abonnements und Serviceleistungen in den vergangenen fünf Jahren deutlich gewachsen sind und inzwischen einen spürbaren Anteil am Gesamtumsatz ausmachen.
Einige Kernelemente der aktuellen Lage:
- Trend: Deutlicher Aufwärtstrend nach schwächerem Vorjahr
- Analysten: Hochstufung auf „Kaufen“ mit Kursziel 303 US‑Dollar (Goldman Sachs)
- Umfeld: Bitcoin über 92.000 US‑Dollar stützt die Sektor-Stimmung
- Operativ: Aussetzung von Peso-basierten Services in Argentinien, Fokus auf Kernmärkte
Rückenwind vom Kryptomarkt
Neben der Analystenunterstützung spielt das Marktumfeld den Bullen in die Karten. Bitcoin hat sich zuletzt wieder über die Marke von 92.000 US‑Dollar geschoben. Steigende Kurse bei den großen Kryptowährungen sorgen typischerweise für höhere Handelsaktivität und frische Zuflüsse in den Sektor – wovon Coinbase als führende US-Plattform direkt profitiert.
Parallel strafft das Unternehmen seine internationale Präsenz. Die peso-basierten Dienste in Argentinien werden pausiert, während der Fokus stärker auf wachstumsstarken Kernregionen und institutionellen Kunden liegt. Diese Kombination aus einem freundlichen Kryptomarkt und einer zunehmend serviceorientierten Strategie macht die Aktie derzeit zu einem der kräftigeren Titel im Fintech-Umfeld.
Bewertung und aktueller Stand
Nach dem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr hat sich die Aktie spürbar erholt. Auf Sicht der letzten sieben Tage steht ein Plus von gut 10 % zu Buche, seit Jahresbeginn sind es rund 8 %. Mit einem Schlusskurs von 255,90 US‑Dollar gestern notiert der Titel allerdings noch immer deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 361,25 US‑Dollar, zugleich aber klar über dem Tief von 138,32 US‑Dollar.
Auffällig ist der technische Zustand: Die Aktie handelt gut 10 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt und weist mit einem 14‑Tage‑RSI von 72,8 einen überkauften Bereich aus. Das signalisiert kurzfristig ein sehr starkes Momentum, aber auch eine spürbare Aufholbewegung nach der vorangegangenen Schwächephase.
Fazit: Momentum mit Substanz
Die aktuelle Stärke der Coinbase-Aktie speist sich aus mehreren Quellen: einem klar positiven Analystenimpuls durch Goldman Sachs, einem robusten Kryptomarkt mit hohen Bitcoin-Notierungen und einer strategischen Verschiebung hin zu stabileren Service- und Aboerlösen. Kurzfristig dominiert das Momentum, mittelfristig werden die Fortschritte beim Ausbau der „Everything Exchange“ und der Anteil wiederkehrender Umsätze entscheidend dafür sein, ob die Aktie den Bewertungsaufschlag gegenüber klassischen Kryptobörsen dauerhaft rechtfertigen kann.
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