Circus Aktie: Vorsichtsmaßnahmen erforderlich?
Der KI-Robotik-Spezialist Circus SE verspricht für das laufende Jahr ein historisches Umsatzwachstum und verweist auf prominente Partner wie REWE oder Mercedes-Benz. Doch an der Börse herrscht statt Euphorie tiefe Skepsis. Anleger zweifeln offensichtlich daran, ob sich die ambitionierten Pilotprojekte schnell genug in harte Währung verwandeln lassen.
Gewagte Prognosen und ein fallender Kurs
Das Management plant für 2026 einen gewaltigen Sprung: Von lediglich 0,25 Millionen Euro im Vorjahr soll der Umsatz auf bis zu 55 Millionen Euro klettern. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen beim EBITDA weiterhin mit operativen Verlusten von bis zu 8 Millionen Euro. Der Markt honoriert diese Visionen derzeit nicht. Mit einem aktuellen Kurs von 6,70 Euro hat die Aktie heute exakt ihr neues 52-Wochen-Tief erreicht. Allein seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf über 44 Prozent. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie ist auf über 51 Prozent angewachsen, was den massiven und anhaltenden Abwärtstrend der vergangenen Monate unterstreicht.
Prominente Partner in der Warteschleife
Dabei mangelt es nicht an operativen Fortschritten in der Praxis. Circus SE testet seinen autonomen Kochroboter CA-1 derzeit weltweit erstmalig in einem Düsseldorfer REWE-Supermarkt. Auch die Bundeswehr nutzt die Systeme bereits zur Lebensmittelversorgung in ausgewählten Kasernen. Ab Sommer 2026 soll zudem die Mercedes-Benz-Kantine in Sindelfingen beliefert werden, um dort die Schichtversorgung zu optimieren.
Insgesamt verweist das Unternehmen auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von 1,6 Milliarden Euro. Die entscheidende Hürde bleibt jedoch die Konvertierung. Die neu in Betrieb genommene Hochvolumen-Fertigungsanlage liefert zwar die technologische Basis für eine Skalierung, generiert aber erst dann verlässliche Einnahmen, wenn aus den aktuellen Testläufen bindende Aufträge und wiederkehrende Software-Erlöse werden.
Insiderkäufe und anstehende Meilensteine
Interessant ist das Verhalten der Führungsetage angesichts der Kursverluste. Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins griff Ende Februar zu Kursen um 7,26 Euro zu, und auch aus dem direkten CEO-Umfeld gab es in den vergangenen Wochen Zukäufe. Solche Transaktionen deuten auf internes Vertrauen in die Technologie hin, konnten den Abwärtsdruck am Markt bislang aber nicht stoppen.
Die kommenden Monate bringen nun die Entscheidung über die tatsächliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Mit dem für das erste Quartal geplanten Start eines Leasing-Modells über die LBBW-Tochter MMV und der Auswertung der achtmonatigen REWE-Testphase im Sommer oder Herbst stehen handfeste Meilensteine an. Erst wenn diese Pilotprojekte erfolgreich in zahlungswirksame Dauerkundschaft überführt werden, lässt sich die massive Lücke zwischen der Umsatzprognose des Managements und der aktuellen Marktbewertung schließen.
Circus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Circus-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten Circus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Circus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Circus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








