Circus muss liefern: Auf einen drastischen Kursverfall folgt ausgerechnet ein Insiderkauf – und gleichzeitig stellt das Management für 2026 einen gewaltigen Umsatzsprung in Aussicht. Genau diese Kombination macht die Lage so brisant, denn 2025 zeigte noch klar die frühe Phase des Geschäfts. Kann das Unternehmen die Pilotprojekte nun so schnell in echten Umsatz drehen?

Gestern schloss die Aktie bei 6,86 Euro – zugleich markiert das Papier damit das 52‑Wochen-Tief. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 43,07%, auf Sicht von zwölf Monaten sogar auf 61,24%. Der Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt (9,72 Euro) unterstreicht: Der Titel steht klar unter Druck.

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Directors’ Dealings: Käufe nach dem Tief

Kurz nach dem neuen Jahrestief Ende Februar kaufte Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins Aktien zu 7,26 Euro (rund 10.000 Euro Volumen). Bereits zuvor hatte auch das CEO-nahe Umfeld mehrfach zugekauft. Eine Begründung liefern solche Pflichtmeldungen üblicherweise nicht – sichtbar ist vor allem das Timing und die Wiederholung der Käufe.

2025 vs. 2026: Der geplante Sprung

Die 2025er-Zahlen zeigen den Kontrast, der nun den Erwartungsdruck erklärt: 0,25 Mio. Euro Umsatz standen einem Betriebsverlust von 14,94 Mio. Euro gegenüber. Gleichzeitig argumentiert das Unternehmen, man befinde sich noch in der Vorbereitung des kommerziellen Rollouts.

Für 2026 setzt Circus die Messlatte deutlich höher. Die Umsatzprognose liegt bei 44 bis 55 Mio. Euro. Beim EBITDA erwartet das Management weiterhin rote Zahlen von minus 6 bis minus 8 Mio. Euro. Der Plan: schrittweise Verbesserung durch mehr Auslieferungen und einen steigenden Anteil wiederkehrender Software-Erlöse (SaaS).

Als weitere Einordnung nennt Circus über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von mehr als 1,6 Mrd. Euro. Entscheidend ist dabei die Einschränkung: Ob daraus zahlungswirksame Aufträge werden, hängt laut Unternehmen von laufenden Pilotprojekten ab.

Pilotprojekte, Produktion und Marktzugang

Operativ laufen mehrere Projekte parallel: bei der Bundeswehr startet die Integration des CA‑1 an einem Kasernenstandort; zusätzlich gibt es ein Abkommen mit dem 3. Armeekorps der ukrainischen Streitkräfte inklusive Rahmenvertrag über bis zu 25 Systeme. Im Einzelhandel testet REWE in Düsseldorf über acht Monate („Fresh & Smart“), und Mercedes-Benz Gastronomie will den CA‑1 ab Sommer 2026 im Werk Sindelfingen zur Unterstützung des Kantinenbetriebs einsetzen.

Für die Skalierung setzt Circus in der Serienproduktion auf Celestica. Zudem ist ein Leasing-Modell mit MMV Leasing noch im ersten Quartal 2026 geplant, um Anschaffungskosten für Kunden in planbare Betriebsausgaben zu überführen. Ergänzend hat das Unternehmen ein gesponsertes Level‑I‑ADR-Programm in den USA etabliert, um den Handel für US-Investoren zu ermöglichen.

Unterm Strich läuft alles auf einen Punkt zu: Die ambitionierte 2026er-Prognose muss sich an belastbaren Ergebnissen aus den Pilotphasen messen lassen – während die Aktie nach dem Rückgang bis auf 6,86 Euro (und damit 71,65% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 24,20 Euro) sichtbar nach Stabilität sucht.

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