Chevron Aktie: Zurück in Libyen
Chevron kehrt nach 16 Jahren Pause nach Libyen zurück – und sichert sich gleich einen Explorationsblock im ölreichen Sirte-Becken. Die Vergabe ist Teil der ersten libyschen Lizenzrunde seit 2007 und zeigt, dass Tripolis wieder mehr internationale Ölkonzerne an den Tisch holen will. Doch wie konkret ist der Schritt schon – und was fehlt noch bis zum Start?
Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Zuschlag: Contract Area 106 im Sirte Basin (Onshore)
- Anlass: Libyens Bidding Round 2025 (erste Lizenzrunde seit 2007)
- Partner: Libyens National Oil Corporation (NOC)
- Offen: Endgültige Bestätigung hängt am Production Sharing Agreement
Der Deal: Block 106 – aber noch nicht final
Der Konzern teilte gestern über die Tochter Chevron Business Development EMEA Ltd. mit, als Gewinner für Contract Area 106 ausgewählt worden zu sein. Vorausgegangen war ein Memorandum of Understanding mit der NOC, das Ende Januar in Tripolis unterzeichnet wurde. Ziel: Onshore-Potenziale für Exploration und mögliche Entwicklung ausloten.
Wichtig: Der Zuschlag ist noch an den Abschluss eines Production Sharing Agreement mit der NOC gekoppelt. Erst damit wäre die Vergabe formal final.
Region im Fokus: Nordafrika und östliches Mittelmeer
Aus Sicht von Chevron passt Libyen in die regionale Stoßrichtung. Kevin McLachlan, Vice President Exploration, ordnete den Wiedereinstieg als Teil des Fokus auf Nordafrika und das östliche Mittelmeer ein. Der Schritt solle helfen, das Portfolio mit „hochwertigen Flächen“ und aussichtsreichen Projekten auszubauen.
Libyen öffnet den Markt – Konkurrenz ist prominent
Die Lizenzrunde zog laut Reuters mehrere internationale Anbieter an. Demnach sicherten sich Eni und QatarEnergy Rechte an Offshore Area 01. Ein Konsortium aus Repsol, Ungarns MOL und der türkischen TPOC gewann Offshore Area 07. Zudem erhielt das nigerianische Unternehmen Aiteo eine Lizenz im Murzuq-Becken.
Libyen verfügt laut Reuters über die größten nachgewiesenen Ölreserven Afrikas und fördert derzeit rund 1,4 Millionen Barrel pro Tag. Die NOC peilt eine Produktionskapazität von 2 Millionen Barrel pro Tag an.
Kursreaktion: leichter Rückenwind
Am Tag der Mitteilung schloss die Chevron-Aktie laut den im Quelltext genannten Marktdaten bei 185,82 US-Dollar, ein Plus von rund 1,95%. Zudem erreichte der Titel zuletzt in mehreren Sitzungen neue 52‑Wochen-Hochs.
Zum Zeitplan in Libyen bleibt entscheidend: Die Vergabe von Contract Area 106 steht und fällt mit der Unterzeichnung des Production Sharing Agreement mit der NOC – erst dann ist der Wiedereinstieg operativ wirklich auf festen Füßen.
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