Chevron Aktie: Expansion auf zwei Fronten
Chevron setzt seinen Wachstumskurs in politisch sensiblen Regionen fort. Nach der Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding in Libyen am 24. Januar 2026 folgte gestern die Bekanntgabe eines Vertragsabschlusses im Sirte-Becken. Parallel dazu läuft ein hochrangiger Besuch des US-Energieministers Chris Wright in Venezuela, wo der Ölkonzern bereits über das größte Förderprojekt im Orinoco-Gürtel verfügt.
Die zeitliche Koinzidenz beider Vorstöße ist bemerkenswert. Während Wright in Caracas mit der venezolanischen Regierung über den Wiederaufbau der dortigen Ölindustrie verhandelt, sichert sich Chevron in Nordafrika neue Explorationsrechte. Der Konzern unterstreicht damit seine Strategie, das Portfolio im Mittelmeerraum und in Afrika gezielt auszubauen.
Libyen-Deal mit strategischem Weitblick
Die Vergabe des Explorationsblocks 106 im Sirte-Becken erfolgte im Rahmen der libyschen Ausschreibungsrunde 2025. Chevron setzte sich dabei als designierter Gewinner durch und wird nun einen Production Sharing Agreement mit der nationalen Ölgesellschaft NOC aushandeln. Kevin McLachlan, Vizepräsident für Exploration bei Chevron, bezeichnete den Zuschlag als "gute Ergänzung" zur Explorationsstrategie.
Libyen verfügt über bedeutende nachgewiesene Ölreserven und eine lange Förderhistorie. Chevron sieht sich durch seine technische Expertise in der Lage, die dortige Ressourcenentwicklung zu unterstützen. Der Konzern ist bereits einer der größten Produzenten und Flächeninhaber in Nigeria, Angola und Äquatorialguinea. Hinzu kommen Explorationsblöcke in Namibia, Guinea-Bissau und Ägypten sowie ein im Februar unterzeichnetes Memorandum in Syrien.
Venezuela-Mission mit geopolitischem Hintergrund
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Der Besuch von Energieminister Wright in Caracas markiert den ranghöchsten US-Besuch mit Energiefokus in Venezuela seit fast drei Jahrzehnten. Die USA hatten am Dienstag eine neue Generallizenz erlassen, die Exploration und Produktion von Öl und Gas in Venezuela erleichtert. Die Regelung gewährt US-Unternehmen Klarheit, während Firmen aus China, Iran und Russland explizit ausgeschlossen bleiben.
Wright warnte bei einem Pressegespräch vor "schädlichen" Geschäften chinesischer Unternehmen in der Region. Man wolle solche Deals, die sich in Südamerika, Afrika und weltweit als "ziemlich schädlich für Nationen" erwiesen hätten, verhindern. Die Trump-Regierung verfolgt laut Energiegeopolitik-Analyst Thomas O'Donnell eine "Doktrin der amerikanischen Energiedominanz", die über die Ablösung russischen und chinesischen Einflusses hinausgeht.
Chevron wird während Wrights Aufenthalt bis Freitag zusammen mit Repsol-Führungskräften Gespräche führen. Ein Besuch des gemeinsam mit dem staatlichen PDVSA betriebenen Petropiar-Projekts im Orinoco-Gürtel steht auf dem Programm. Venezuela produziert derzeit rund 1 Million Barrel Rohöl pro Tag. Wright kündigte an, die Produktion von Öl, Gas und Strom in diesem Jahr "dramatisch steigern" zu wollen.
Senator John Hickenlooper verglich das Venezuela-Vorhaben nach einem vertraulichen Briefing mit einem "unmöglich schwierigen Sprung". Die Herausforderungen sind immens: Jahrzehntelange Unterinvestitionen, Missmanagement, US-Sanktionen und ein volatiles politisches Umfeld. Gleichzeitig sind Schuldenumstrukturierungen nach den Enteignungswellen vor zwei Jahrzehnten erforderlich.
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