Chevron expandiert nach Libyen. Der US-Ölkonzern hat sich ein bedeutendes Explorationsgebiet im ressourcenreichen Sirte-Becken gesichert und setzt damit seinen Ausbau in Nordafrika fort. Die Region gilt als geologisch vielversprechend – doch das politische Risiko bleibt hoch.

Strategischer Zugang zum Sirte-Becken

Chevron hat über seine Tochtergesellschaft Chevron Business Development EMEA Ltd. den Zuschlag für das Vertragsgebiet 106 im Sirte-Becken erhalten. Das Gebiet wurde im Rahmen der libyschen Ausschreibungsrunde 2025 vergeben. Der Deal ist noch an die endgültige Unterzeichnung eines Production Sharing Agreements gebunden.

Der Einstieg basiert auf einer Absichtserklärung, die Chevron am 24. Januar 2026 mit der staatlichen National Oil Corporation (NOC) Libyens unterzeichnet hatte. Darin vereinbarten beide Seiten, weitere Explorations- und Entwicklungsmöglichkeiten im Land zu prüfen.

Kevin McLachlan, Vizepräsident für Exploration bei Chevron, betonte die regionale Bedeutung: „Chevron freut sich, mit der Vergabe des Vertragsgebiets 106 nach Libyen einzutreten. Dies unterstreicht unseren Fokus auf Nordafrika und den östlichen Mittelmeerraum."

Teil einer breiteren Afrika-Strategie

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Libyen fügt sich in Chevrons bestehendes Portfolio auf dem afrikanischen Kontinent ein. Das Unternehmen ist bereits einer der größten Produzenten in Nigeria, Angola und Äquatorialguinea. Frank Mount, Präsident für Corporate Business Development, bezeichnete die Vertragsvergabe und die Absichtserklärung als „wichtige Meilensteine" bei der Evaluierung von Chancen zur Unterstützung des libyschen Energiesektors.

Parallel treibt Chevron weitere regionale Projekte voran. Anfang Februar unterzeichnete der Konzern eine Absichtserklärung zur Öl- und Gasexploration vor der Küste Syriens. Am 10. Februar gab der Chevron Direct Investment Fund zudem bekannt, 23,5 Millionen Dollar in den Bau einer Ferrolegierungsanlage in der kasachischen Region Pavlodar zu investieren.

Ressourcenpotenzial trifft auf politische Unsicherheit

Libyen verfügt über erhebliche nachgewiesene Ölreserven und eine lange Tradition in der Rohstoffförderung. Doch das Land ist seit Jahren von politischer Instabilität geprägt. Für Chevron bedeutet der Einstieg Zugang zu geologisch attraktiven Strukturen – verbunden mit den Risiken eines fragilen politischen Umfelds. Ob sich die Wette auszahlt, wird von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage und der Investitionsbedingungen abhängen.

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