Der US-Energieriese Chevron hat am Freitag bewiesen, dass er auch in einem schwierigen Marktumfeld Gewinne liefern kann. Während sinkende Ölpreise den Umsatz belasteten, steuerte der Konzern mit massiven Produktionsrekorden und strikter Kostendisziplin dagegen. Anleger honorierten die überraschend hohe Profitabilität und trieben den Kurs zum Wochenausklang auf ein neues Jahreshoch.

Volumen schlägt Preisrückgang

Die Quartalszahlen spiegeln einen klaren Konflikt wider: Auf der einen Seite drückten die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Energiepreise den Umsatz um rund 10 Prozent auf 46,87 Milliarden Dollar – ein Wert, der die Markterwartungen verfehlte. Auf der anderen Seite gelang es Chevron, diesen Gegenwind operativ auszugleichen.

Die weltweite Nettoproduktion kletterte im vierten Quartal auf den Rekordwert von 4,05 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Dies entspricht einem massiven Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Verantwortlich für diesen Schub waren vor allem die starke Performance im Permian Basin sowie die erfolgreiche Integration der Vermögenswerte aus der Hess-Übernahme.

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Effizienz und Dividenden

Dass Quantität nicht auf Kosten der Qualität ging, zeigt der Blick auf die Gewinnseite. Durch strukturelle Kostensenkungen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025 und das höhere Volumen erzielte Chevron einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 1,52 Dollar. Damit wurden die Analystenschätzungen von 1,45 Dollar klar übertroffen.

Aktionäre profitieren direkt von der soliden Bilanzstruktur. Der Vorstand beschloss eine Anhebung der Quartalsdividende um 4 Prozent auf 1,78 Dollar je Aktie. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr über Dividenden und Aktienrückkäufe beeindruckende 27,1 Milliarden Dollar an die Anteilseigner zurück.

Wachstumstreiber Venezuela

Für die nähere Zukunft setzt das Management auf weitere Expansion. Ein Schlüsselfaktor ist dabei Venezuela: Abhängig von den US-Genehmigungen sieht der Konzern das Potenzial, die dortige Produktion in den nächsten 18 bis 24 Monaten um bis zu 50 Prozent zu steigern. Auch global bleibt der Ausblick positiv: Für 2026 stellt Chevron ein generelles Produktionswachstum von 7 bis 10 Prozent in Aussicht, sofern das operative Momentum anhält.

Die Börse reagierte prompt auf die Kombination aus soliden Zahlen und stabilem Ausblick. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 174,14 Dollar direkt am 52-Wochen-Hoch. Analysten der Bank of America sehen angesichts der geopolitischen Lage und der Produktionskapazitäten weiteres Potenzial und haben ihr Kursziel kürzlich auf 188 Dollar angehoben.

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