Der US-amerikanische Ölkonzern zählt zu den größten Profiteuren des Krieges gegen Iran. Seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen Ende Februar ist der Ölpreis um mehr als 30 Prozent gestiegen – und Chevrons Kassen füllen sich entsprechend.

Die Zahlen sind beeindruckend: Im März notierte der Brent-Rohölpreis im Schnitt bei rund 97 Dollar je Barrel, verglichen mit 69 Dollar im Februar. Chevron produziert täglich rund 4 Millionen Barrel. Allein der Preisanstieg von etwa 33 Dollar je Barrel ergibt für den Monat März Mehreinnahmen von rund 4 Milliarden Dollar – grob gerechnet.

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Analystenschätzungen ziehen deutlich an

Sechs Analysten haben ihre Schätzungen für Chevrons Ergebnis je Aktie im ersten Quartal nach oben korrigiert, im Schnitt um rund 40 Prozent. Kein Wunder, dass die Aktie im Vorbörslichen anzieht, während Reise- und Minenwerte unter Druck geraten.

Exxon Mobil, der größte US-Ölkonzern, schneidet beim Aufwärtsrevisionspotenzial schlechter ab. Dort fiel die Korrektur deutlich kleiner aus – etwa 4 Prozent beim Jahreskonsens. Der Grund: Exxon ist stärker im Nahen Osten engagiert und trägt damit höhere Risiken durch beschädigte Infrastruktur und umgeleitete Tanker.

Milliardengewinne, aber kein Investitionsboom

Trotz der Rekordeinnahmen plant Chevron keine Ausweitung der Kapitalausgaben. Diese Zurückhaltung ist symptomatisch für die gesamte Branche. Shale-Produzenten betonen, dass Ölpreise oberhalb von 100 Dollar über mehrere Monate stabil bleiben müssten, bevor neue Bohrprojekte wirtschaftlich gerechtfertigt wären. Die Ausgabenpläne für 2026 sind längst festgezurrt.

Die Lage erinnert an 2022, als nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine Rekordgewinne eingefahren und Milliarden an Dividenden und Aktienrückkäufen ausgeschüttet wurden – begleitet von lautstarken politischen Forderungen nach einer Übergewinnsteuer. Ob sich dieses Szenario wiederholt, wird sich zeigen, sobald Chevron seine Quartalsergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht.

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