Ceconomy stellt sein Filialnetz konsequent neu auf – und die Börse verfolgt genau, wie stark MediaMarkt und Saturn künftig wirklich noch nebeneinanderstehen. Während offiziell an zwei Marken festgehalten wird, zeigt die Realität in den Innenstädten bereits eine klare Verschiebung. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf dürfte sein, ob der Konzern seine Strategie auf der kommenden Hauptversammlung überzeugend untermauert.

Saturn verliert Fläche, MediaMarkt wird Leitmarke

Offiziell bleibt Ceconomy bei der Zwei-Marken-Strategie. Eine Konzernsprecherin und der neue Mehrheitseigner JD.com betonen, dass sowohl MediaMarkt als auch Saturn gestärkt werden sollen, weil beide Marken ihre eigenen, treuen Kundengruppen hätten.

Im Filialnetz ist der Trend jedoch eindeutig:
Die Zahl der Saturn-Märkte in Deutschland ist von rund 150 auf nur noch 53 gesunken. Parallel dazu wurde das MediaMarkt-Netz auf 351 Standorte ausgebaut. Viele frühere Saturn-Filialen werden in MediaMarkt umgewandelt oder geschlossen.

Die Botschaft zwischen den Zeilen:
MediaMarkt entwickelt sich klar zur dominierenden Marke, während Saturn eher eine ergänzende Rolle behält. Für Anleger steht damit weniger die Frage „ob“ als vielmehr „wie schnell und wie effizient“ die Konsolidierung weitergeht.

Wichtige Struktur-Fakten im Überblick:

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  • Saturn-Filialen Deutschland: Rückgang von ca. 150 auf 53
  • MediaMarkt-Filialen Deutschland: Anstieg auf 351
  • Kernziel der Maßnahmen: Straffung des Filialnetzes und Effizienzsteigerung
  • Mehrheitseigner JD.com: Offiziell Bekenntnis zu beiden Marken

Hauptversammlung als Wegweiser

Ein zentraler Termin rückt näher: Am 18. Februar 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Von ihr erwarten sich Investoren konkrete Antworten auf mehrere strategische Punkte:

  • Zukunft der verbliebenen 53 Saturn-Märkte: Werden weitere Umflaggungen oder Schließungen folgen?
  • Einbindung in JD.com: Welche Schritte sind geplant, um das Filial- und Onlinegeschäft stärker mit dem chinesischen Anteilseigner zu verzahnen?
  • Auswirkungen auf die Profitabilität: Wie soll die angepasste Marken- und Standortstrategie die Margen mittel- bis langfristig verbessern?

Die Stimmung am Markt legt nahe, dass viele Investoren die laufende Konsolidierung als notwendigen Schritt zu mehr Effizienz werten. Entsprechend dürfte die Vorstandskommunikation auf der Hauptversammlung ein wichtiger Taktgeber für die nächste Kursphase werden.

Kursbild und technische Lage

Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich erholt und liegt rund 88 % über dem 52‑Wochen‑Tief von 2,38 €. Gestern schloss der Titel bei 4,50 € und damit nur etwa 1,75 % unter dem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch von 4,58 €. Damit notiert die Aktie nahe ihrer Jahresbestmarke.

Aus technischer Sicht spricht einiges für einen stabilen Aufwärtstrend:

  • Kurs leicht über dem 50‑Tage-Durchschnitt (4,44 €)
  • Deutlicher Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt (4,02 €; plus gut 12 %)
  • RSI um 52, also im neutralen Bereich, ohne akute Überhitzungszeichen
  • 30‑Tage-Volatilität von gut 16 %: keine extremen Ausschläge, eher moderates Schwankungsniveau

Der Markt scheint die Chancen der Filialnetz-Optimierung und der möglichen Synergien mit JD.com bereits teilweise einzupreisen. Gelingt es dem Management, die Restrukturierung planmäßig abzuschließen und die Effekte auf Umsatz und Marge klar zu untermauern, könnte dies der Aktie weiteren Spielraum nach oben eröffnen, insbesondere bei einem nachhaltigen Ausbruch über das jüngste Hoch.

Fazit: Weichenstellung im Februar

Ceconomy treibt die Neuausrichtung seines stationären Geschäfts entschlossen voran – mit MediaMarkt als klarer Leitmarke und einem deutlich verkleinerten Saturn-Filialnetz. Die Aktie bewegt sich nach der starken 12‑Monats-Performance nahe ihrem 52‑Wochen‑Hoch, unterstützt von einem intakten Aufwärtstrend.

Der 18. Februar 2026 wird damit zu einem Schlüsseltermin: Liefert der Vorstand auf der Hauptversammlung konkrete Pläne für die verbleibenden Saturn-Märkte, klare Eckpunkte zur Integration mit JD.com und belastbare Aussagen zur Margenentwicklung, könnte dies die Grundlage für den nächsten Bewertungsabschnitt der Aktie legen.

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