Der chinesische Online-Riese JD.com hat seine Übernahme von Ceconomy abgeschlossen und hält nun die Mehrheit am Mutterkonzern von Media Markt und Saturn. Für die verbliebenen Aktionäre geht es jetzt um die zentrale Frage: Wie gestaltet sich der absehbare Börsenabschied – und zu welchem Preis?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- JD.com kontrolliert zusammen mit Partner Convergenta die Mehrheit der Anteile
- Delisting wird für das erste Halbjahr 2026 angepeilt
- Hauptversammlung am 18. Februar 2026 dürfte entscheidende Weichen stellen
- Aktienkurs liegt knapp unter dem Angebotspreis von 4,60 Euro
- Bereinigtes EBIT soll 2025/26 auf rund 500 Millionen Euro steigen

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Neuer Eigentümer übernimmt das Ruder

Mit der abgeschlossenen Übernahme gehen die strategischen Entscheidungen bei Ceconomy künftig maßgeblich auf den chinesischen E-Commerce-Konzern über. Das Management stellt für das laufende Geschäftsjahr zwar moderates Umsatzwachstum und eine deutliche Ergebnissteigerung in Aussicht. Doch diese operativen Ziele werden von den Plänen des neuen Großaktionärs überlagert.

Der Börsenrückzug gilt als beschlossene Sache, sobald die letzten regulatorischen Genehmigungen vorliegen. Für Streubesitz-Aktionäre rückt damit die HV am 18. Februar in den Fokus – dort muss das Management konkretisieren, wie die Integration mit JD.com ablaufen wird.

MediaMarkt verdrängt Saturn

Parallel zum Machtwechsel beschleunigt Ceconomy den Umbau des Filialnetzes. Die Strategie ist klar: MediaMarkt wird zur führenden Marke ausgebaut, während Saturn-Standorte geschlossen oder umgewandelt werden. Die Bündelung auf eine internationale Marke soll Marketingbudgets konzentrieren und kostspielige Doppelstrukturen eliminieren.

Diese Neuausrichtung zielt auf eine schärfere Positionierung im Wettbewerb mit reinen Online-Playern wie Amazon. Wie radikal der Umbau ausfällt und welche Rolle beide Handelsmarken künftig unter chinesischer Führung spielen werden, dürfte auf der anstehenden Hauptversammlung deutlicher werden.

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