Ceconomy Aktie: Börsenabschied naht
Der Elektronikhändler Ceconomy hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz auf 23,1 Milliarden Euro gesteigert. Doch an der Börse interessiert das kaum noch jemanden. Der Grund: Der chinesische Großaktionär JD.com kontrolliert mittlerweile 85,2 Prozent der Anteile – und die Zeichen stehen auf Delisting.
Die wichtigsten Fakten:
- JD.com hält 85,2% der Ceconomy-Anteile
- Umsatz 2024/25: 23,1 Mrd. Euro (+5,7% währungsbereinigt)
- Hauptversammlung am 18. Februar 2026
- Saturn-Filialnetz wird massiv zurückgebaut
- EBIT-Ziel 2025/26: rund 500 Mio. Euro
Kontrolle ist faktisch übernommen
Mit 85,2 Prozent der Anteile hat JD.com die Macht, nahezu jede Entscheidung durchzusetzen. Der Free Float ist marginal, die Liquidität entsprechend dünn. Der Kurs pendelte zum Wochenausklang in einer engen Spanne zwischen 4,41 und 4,45 Euro – ohne erkennbare Dynamik.
Für verbliebene Privatanleger wird die Luft dünner. Der Markt preist längst nicht mehr das operative Geschäft ein, sondern spekuliert ausschließlich auf die Konditionen eines möglichen Squeeze-out. Die Frage lautet nicht mehr "ob", sondern "wann" und "zu welchem Preis" JD.com den Börsenrückzug vollzieht.
Saturn verschwindet zugunsten von MediaMarkt
Parallel zum Machtwechsel läuft ein radikaler Umbau im Filialnetz. Die Zwei-Marken-Strategie existiert nur noch auf dem Papier. Saturn wird systematisch zurückgebaut – Berichten zufolge wurde die Zahl der Standorte bereits halbiert. MediaMarkt wird zur klaren Leitmarke.
Die Konsolidierung soll Doppelstrukturen beseitigen und die Profitabilität steigern. Das Management peilt für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 ein bereinigtes EBIT von rund 500 Millionen Euro an.
Hauptversammlung als Weichenstellung
Die kommende Hauptversammlung am 18. Februar wird zur entscheidenden Veranstaltung. Anleger erwarten konkrete Aussagen zur Zukunft der Börsennotierung. Bis dahin bleibt der Kurs in einer technischen Starre gefangen. Das Handelsvolumen auf Xetra war zuletzt rückläufig – ein Zeichen für die abwartende Haltung institutioneller Investoren.
Wer jetzt noch in der Aktie investiert ist, setzt auf den Abfindungspreis eines möglichen Squeeze-out. Die operativen Fortschritte spielen kaum noch eine Rolle. Der 18. Februar dürfte Klarheit bringen.
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