Ceconomy Aktie: Machtübernahme perfekt!
Es ist amtlich: Die Muttergesellschaft von MediaMarkt und Saturn bekommt endgültig einen neuen Besitzer aus China. JD.com hat sich eine erdrückende Mehrheit an dem Elektronikhändler gesichert und gleichzeitig eine kritische politische Hürde in Europa genommen. Für die verbliebenen Aktionäre stellt sich nach diesem Doppelschlag nun die dringende Frage: Droht jetzt der Squeeze-out oder das Delisting?
Wichtiger Durchbruch in Rom
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nach Ablauf der weiteren Annahmefrist kontrolliert der E-Commerce-Gigant JD.com künftig rund 70,9 Prozent der Anteile. In diesem Paket sind nicht nur die angedienten Aktien aus dem öffentlichen Angebot enthalten, sondern auch das strategische Paket der Familie Kellerhals, die weiterhin an Bord bleibt.
Doch die eigentliche Überraschung der Woche kam aus Italien. Die Regierung in Rom, die sich das Recht vorbehalten hatte, strategische Vermögenswerte mittels "Golden Power"-Befugnissen zu schützen, gab am Donnerstag grünes Licht. Zwar ist die Genehmigung an strenge Auflagen zur Datensicherheit und Arbeitsplatzgarantien geknüpft, doch das größte regulatorische Hindernis ist damit aus dem Weg geräumt.
Die Marktteilnehmer reagierten prompt auf die gesunkene Unsicherheit. Die Aktie notierte am Freitag zum Schlusskurs von 4,49 Euro und markierte damit exakt ihr neues 52-Wochen-Hoch. Der beeindruckende Kursanstieg von über 70 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt die erfolgreiche Übernahmewette wider, lässt aber kaum noch Luft nach oben.
Gefahr für Kleinanleger?
Während der Deal für JD.com ein strategischer Triumph ist, wird die Luft für freie Aktionäre dünner. Die Kombination aus der stationären Macht von MediaMarktSaturn und der Tech-Expertise der Chinesen klingt operativ vielversprechend, birgt für den Börsenhandel jedoch Risiken:
- Austrocknende Liquidität: Durch den hohen Anteil von JD.com verringert sich der Streubesitz massiv, was den Handel erschwert.
- Delisting-Sorgen: Marktbeobachter spekulieren bereits über einen möglichen Rückzug von der Börse.
- Vollzug in Sicht: Das formale "Closing" wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet.
Mit dem Preis von 4,49 Euro notiert das Papier nur noch knapp unter dem ursprünglichen Angebotspreis von 4,60 Euro. Wer jetzt noch investiert ist, setzt nicht mehr auf eine Übernahmeprämie, sondern auf die langfristige Vision unter chinesischer Führung – oder spekuliert auf eine Abfindung. Da weitere regulatorische Prüfungen auf EU-Ebene noch ausstehen, ist das letzte Wort zwar noch nicht gesprochen, doch die Weichen für die neue Ära sind unwiderruflich gestellt.
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