Der weltgrößte Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) festigt seine Marktposition mit einer breit angelegten Offensive. Während die chinesischen Regulierungsbehörden am heutigen Mittwoch den Weg für ein wichtiges Joint Venture mit Chery freimachten, sichert sich der Konzern gleichzeitig den direkten Zugriff auf kritische Rohstoffe. Doch der eigentliche Fokus vieler Anleger richtet sich bereits auf den morgigen Donnerstag, wenn eine neue Technologie präsentiert wird, die ein grundlegendes Problem der Elektromobilität lösen soll.

Kooperation und Rohstoffsicherung

Die staatliche Marktregulierungsbehörde in China hat das Joint Venture zwischen CATL und dem Automobilhersteller Chery Automobile offiziell genehmigt. Auch wenn finanzielle Details der neuen Einheit noch unter Verschluss bleiben, zementiert dieser Schritt die Partnerschaft zwischen dem Marktführer für Batterien und einem der bedeutendsten Fahrzeugexporteure Chinas.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die vertikale Integration voran, um die Kostenkontrolle zu verbessern. Am 3. Februar beteiligte sich CATL im Rahmen einer Kapitalerhöhung an Jiangxi Shenghua New Material Co., Ltd. Durch eine Barinvestition von 747,1 Millionen CNY stieg der Anteil an der Tochtergesellschaft von Fulin Precision von rund 18,7 Prozent auf 33 Prozent.

Hintergrund dieser Investition ist die Sicherung der Lieferkette für Lithium-Eisen-Phosphat (LFP)-Materialien. Jiangxi Shenghua treibt derzeit ein Projekt zur Produktion von 500.000 Tonnen Eisenoxalat pro Jahr voran – ein entscheidender Vorläufer für LFP-Kathoden. Dieser Schritt dürfte CATL helfen, sich gegen Preisschwankungen bei Rohstoffen abzusichern.

Spannung vor dem Technologie-Event

Marktbeobachter blicken gespannt auf den 5. Februar, an dem CATL gemeinsam mit Changan Automobile die Strategie für Natrium-Ionen-Batterien enthüllen wird. Im Mittelpunkt stehen Ergebnisse aus Wintertests in der Inneren Mongolei, bei denen die neue Zellchemie extremen Temperaturen ausgesetzt wurde.

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Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die neuen „Naxtra“-Zellen selbst bei minus 40 Grad Celsius noch rund 90 Prozent ihrer Kapazität behalten. Dies würde eine der größten Schwächen herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien in kalten Klimazonen beheben. Angesichts der jüngsten Volatilität der Lithiumcarbonat-Preise, die im Januar wieder anzogen, gewinnt die kommerzielle Tragfähigkeit von natriumbasierten Alternativen als kostengünstigere Ergänzung wieder an Bedeutung.

Marktführerschaft und Aktienrückkauf

Untermauert wird die Strategie durch aktuelle Zahlen von SNE Research, die CATLs Dominanz bestätigen. Im Gesamtjahr 2025 erreichte die installierte Kapazität des Unternehmens 464,7 GWh, was einem Wachstum von 35,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit bleibt der Konzern weltweit mit deutlichem Abstand an der Spitze.

Auch auf der Kapitalseite sendet das Management Signale der Zuversicht. Bis zum 31. Januar 2026 wurden im Rahmen des Rückkaufprogramms rund 15,99 Millionen A-Aktien erworben. Das Gesamtvolumen dieser Maßnahmen beläuft sich auf etwa 4,39 Milliarden CNY.

Aktuell notiert das Papier mit 347,91 CNY (Schlusskurs Dienstag) nur knapp über dem Ende Januar markierten 52-Wochen-Tief von 339,40 CNY, zeigt aber auf Wochensicht mit einem Plus von knapp 4 Prozent erste Tendenzen einer Stabilisierung. Mit der für morgen angesetzten Präsentation liefert CATL zeitnah den nächsten potenziellen Impuls, um diese Erholung fundamental zu untermauern.

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