Der Weltmarktführer für Batterietechnologie forciert das Tempo bei Innovation und globaler Expansion gleichzeitig. Während CATL mit seinen Natrium-Ionen-Akkus nun den konkreten Sprung in den PKW-Massenmarkt wagt, sichert sich der Konzern parallel einen wichtigen Infrastruktur-Deal in Europa. Diese strategische Weichenstellung zielt direkt auf Kosteneffizienz in Zeiten steigender Rohstoffpreise ab.

Natrium-Technologie erreicht die Straße

Der entscheidende Schritt in Richtung Kommerzialisierung ist getan: Die "Naxtra" Natrium-Ionen-Batterien von CATL haben offiziell mit Wintertests in Personenkraftwagen begonnen. Den Anfang machen Modelle des Herstellers Changan Oshan. Laut Branchenberichten ist die breite Anwendung für PKWs bereits für das zweite Quartal 2026 geplant, wobei der GAC Aion Y Plus als eines der ersten Modelle für diese Technologie gehandelt wird.

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Treibende Kraft hinter diesem Vorstoß sind die erneut anziehenden Rohstoffkosten. Da der Preis für Lithiumcarbonat Anfang 2026 wieder über 170.000 Yuan pro Tonne kletterte, rückt der Kostenvorteil der Natrium-Chemie in den Fokus. Morgan Stanley prognostiziert eine Kostenreduktion von über 30 Prozent gegenüber herkömmlichen LFP-Batterien, sobald die Kapazitäten hochgefahren sind.

Technisch positioniert sich CATL aggressiv: Die neuen Einheiten bieten eine Energiedichte von 175 Wh/kg und trotzen extremer Kälte. Selbst bei minus 40 Grad Celsius sollen noch 90 Prozent der Kapazität verfügbar sein. CTO Gao Huan hat das klare Ziel ausgegeben, binnen drei Jahren die Energiedichte von Standard-LFP-Akkus zu erreichen.

Großprojekt in Europa

Parallel zur technologischen Weiterentwicklung baut CATL seine Präsenz im europäischen Energiesektor aus. Schroders Greencoat unterzeichnete am Freitag eine Absichtserklärung (MoU) mit CATL und Lochpine Capital. Ziel ist der Aufbau einer Investitionsplattform für erneuerbare Energien.

Die Kooperation umfasst die Entwicklung und Bereitstellung von bis zu 10 GWh Batteriespeicherkapazität in ganz Europa. Im Rahmen der Vereinbarung, die zeitgleich mit dem Besuch des britischen Premierministers Keir Starmer in Peking getroffen wurde, ist CATL als primärer Batterielieferant für die geplante Infrastruktur vorgesehen.

Marktreaktion und Analystensicht

Die Anleger reagierten positiv auf die operativen Fortschritte. An der Börse Shenzhen schloss die Aktie am Freitag bei 350,00 CNY, was einem Tagesplus von 2,37 Prozent entspricht. Damit notiert das Papier zwar rund 11 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Dezember, konnte sich aber vom jüngsten Tief Ende Januar lösen.

Analysten bleiben trotz der Fortschritte teilweise zurückhaltend, was sich in gemischten Bewertungen widerspiegelt. Dennoch signalisiert das durchschnittliche Kursziel von über 600 HKD (für die Hong Kong Notierung) weiterhin Vertrauen in das langfristige Potenzial des Marktführers.

Mit dem geplanten Hochlauf der Massenproduktion im zweiten Quartal 2026 und der gesicherten 10-GWh-Pipeline in Europa schafft CATL Fakten. Der Erfolg der Natrium-Strategie hängt nun maßgeblich davon ab, ob die versprochenen Energiedichten innerhalb des dreijährigen Zeitfensters tatsächlich erreicht werden können.

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