ExxonMobil Aktie: Neues Allzeithoch
ExxonMobil hat ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht — und das gleich auf mehreren Fronten. Steigende Ölpreise treiben den Kurs, solide Jahreszahlen untermauern die Bewertung, und im Mai steht eine Abstimmung an, die die Eigentümerstruktur des Konzerns grundlegend verändern könnte.
Ölpreisrally als unmittelbarer Kurstreiber
Den unmittelbaren Impuls lieferte der Rohölmarkt. Nachdem Öl zwischenzeitlich unter Druck geraten war, erholten sich die Preise auf über 91 Dollar je Barrel — ausgelöst durch neue Spannungen rund um den Iran und die Drohung, die Straße von Hormus zu sperren. Durch diese Meerenge fließen rund 20 Prozent der weltweiten Energieversorgung. Als die Trump-Administration Entwarnung gab und auf eine Eskalation verzichtete, normalisierte sich der Ölpreis wieder — doch ExxonMobil hatte bereits zugelegt.
Als integrierter Ölkonzern mit starkem Downstream-Geschäft profitiert ExxonMobil in einem Versorgungsengpass besonders: Das Unternehmen kann eigenes Rohöl in die Raffinerie-Kette einspeisen, während reine Produzenten auf externe Lieferungen angewiesen bleiben.
Starke Zahlen als Fundament
Die Kursrally der vergangenen Monate ist nicht allein auf geopolitische Prämien zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2025 meldete ExxonMobil einen Gewinn von 28,8 Milliarden Dollar und schüttete insgesamt 37,2 Milliarden Dollar an Aktionäre aus — davon 17,2 Milliarden als Dividenden und 20 Milliarden über Aktienrückkäufe. Seit 2019 hat der Konzern kumulierte Kosteneinsparungen von 15,1 Milliarden Dollar erzielt, mehr als alle anderen internationalen Ölmajors zusammen.
Die Aktie legte seit ihrem Tief im April 2025 rund 58 Prozent zu und markierte diese Woche ein neues Jahreshoch.
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Der Texas-Umzug und seine Folgen
Parallel zur Kursentwicklung bereitet ExxonMobil eine weitreichende Governance-Entscheidung vor. Am 27. Mai 2026 stimmen die Aktionäre auf der virtuellen Hauptversammlung darüber ab, ob der rechtliche Firmensitz von New Jersey nach Texas verlegt wird — erstmals seit der Gründung als Standard Oil of New Jersey im Jahr 1882.
Das Kalkül ist klar: Texas erhebt keine Körperschaftsteuer, New Jersey hingegen einen Spitzensatz von 11,5 Prozent. Für einen Konzern der Größe ExxonMobils ist das ein dauerhafter, struktureller Cashflow-Vorteil.
Kritik kommt von Aktionärsvertretern wie As You Sow und dem Interfaith Center for Corporate Responsibility. Sie beanstanden vor allem das neu eingeführte Retail Voting Program, das Kleinaktionären erlaubt, ihre Stimmrechte dauerhaft an Vorstandsempfehlungen zu koppeln. Gegner sehen darin eine Schwächung der aktiven Mitsprache. Das Programm ist bereits gerichtlich angefochten.
Ob der Umzug die ambitionierten Ziele des Konzerns — 35 Milliarden Dollar Cashflow-Wachstum bis 2030 — beschleunigt, entscheidet sich nicht in Texas, sondern in den Projekten in Guyana, Perm-Becken und den globalen Downstream-Märkten. Der Mai-Beschluss ist der erste Schritt.
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