Carl Zeiss Meditec Aktie: Verlust und Sparplan
Die Carl Zeiss Meditec Aktie steht unter Druck: Der Medizintechnikkonzern aus Jena rutschte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erstmals seit Langem in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,9 Millionen Euro – nach einem Gewinn von 15,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Aktie reagierte verschnupft auf die nun veröffentlichten Detailzahlen.
Der Umsatz sank um 4,8 Prozent auf 467,0 Millionen Euro. Währungsbereinigt betrug das Minus 2,1 Prozent. Besonders dramatisch fiel der Einbruch beim operativen Ergebnis aus: Das EBITA stürzte von 35,2 Millionen Euro auf magere 8,1 Millionen Euro ab. Die operative Marge schmolz damit von 7,2 Prozent auf nur noch 1,7 Prozent zusammen.
China und USA belasten das Geschäft
Hauptverantwortlich für die Misere sind Probleme auf den beiden wichtigsten Auslandsmärkten. In China belastet der Rückzug aus einer staatlichen Ausschreibung für bifokale Intraokularlinsen das IOL-Segment. Hinzu kam ein ungünstiger Saisoneffekt: Die winterliche Nachfragespitze bei refraktiven Behandlungspaketen startete später als üblich – eine Folge der späten chinesischen Neujahrsfeiertage.
In den USA macht sich zunehmende Investitionszurückhaltung bemerkbar. Die Region Americas verbuchte ein Umsatzminus von 12,7 Prozent. Währungsbereinigt waren es immerhin noch minus 6,2 Prozent. Geopolitische Unsicherheiten dämpfen offenbar die Kauflust der Kliniken und Praxen.
Auch die Region APAC enttäuschte mit einem Rückgang von 3,3 Prozent. Zwar entwickelten sich China, Indien und Australien noch stabil, doch Einbußen in Japan und Südkorea zogen die Gesamtbilanz nach unten. Einzig EMEA hielt sich mit minus 0,2 Prozent (währungsbereinigt plus 1,2 Prozent) noch einigermaßen stabil.
Reorganisation und Effizienzprogramm angekündigt
Das Management um Interims-Chef Andreas Pecher zieht Konsequenzen. Der Konzern will seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neu ausrichten und beschleunigte Produktanpassungen vornehmen. Zusätzlich sind weitere Effizienzmaßnahmen geplant. Finanzvorstand Justus Felix Wehmer betonte, es sei jetzt besonders wichtig, die Lokalisierung von Produkten voranzubringen und Prioritäten in der Entwicklung konsequent neu zu definieren.
Konkrete Details zum Sparplan soll es allerdings erst mit der aktualisierten Jahresprognose geben. Diese will Carl Zeiss Meditec spätestens am 12. Mai mit der Halbjahresbilanz vorlegen. Die bisherige Prognose eines Umsatzes von 2,3 Milliarden Euro und einer EBITA-Marge von 12,5 Prozent hatte das Unternehmen bereits Ende Januar kassiert.
Bis zur Vorlage der neuen Ziele dürften Anleger auf konkrete Zahlen warten müssen. Die Aussichten bleiben vorerst getrübt – nicht zuletzt, weil in China eine neue landesweite Ausschreibung für Intraokularlinsen bevorsteht, die einen erheblichen Preisdruck erwarten lässt.
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