Der Medizintechnik-Konzern zieht die Reißleine. Nach einem desaströsen Auftaktquartal und einem massiven Gewinneinbruch hat das Management die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 ersatzlos gestrichen. Vor der detaillierten Zahlenvorlage am kommenden Mittwoch herrscht Ungewissheit über das wahre Ausmaß der operativen Probleme.

  • Umsatzrückgang: Sinkt auf vorläufig 467 Millionen Euro (Vorjahr: 490 Mio. Euro).
  • Gewinneinbruch: EBITA fällt drastisch auf ca. 8 Millionen Euro (Vorjahr: 35 Mio. Euro).
  • Termin: Vollständiger Q1-Bericht am 12. Februar 2026.
  • Ausblick: Neue Ziele erst im Mai erwartet.

Massiver Ergebnisdruck

Die vorläufigen Zahlen offenbaren eine deutliche Schieflage im operativen Geschäft. Während der Umsatz moderat nachgab, schrumpfte das operative Ergebnis (EBITA) fast vollständig zusammen. Verantwortlich für diesen Einbruch sind laut Unternehmensangaben primär negative Währungseffekte sowie eine spürbare Kaufzurückhaltung im US-Markt.

Erschwerend kommt die Schwäche im wichtigen chinesischen Markt hinzu. Hier verzeichnete der Konzern spezifische Umsatzrückgänge bei Intraokularlinsen. Zwar gab es am 2. Februar mit der Zulassung neuer Ophthalmik-Mikroskope durch die chinesische Behörde NMPA einen operativen Lichtblick, dieser konnte das negative Gesamtergebnis des ersten Quartals jedoch nicht abfedern.

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Strategieanpassung im Mai

Das Management hat sich Zeit erbeten, um die Ziele neu zu justieren. Eine aktualisierte Prognose für das Gesamtjahr 2025/26 wird erst spätestens mit den Halbjahreszahlen am 12. Mai 2026 erwartet. Investoren warten nun auf konkrete Details zu geplanten Kostensenkungen und Reorganisationsmaßnahmen, die zu diesem Termin vorgestellt werden sollen.

Kurzfristig liefert der Bericht am 12. Februar wichtige Indikatoren. Hier muss das Unternehmen darlegen, wie stark die Auftragslage und die Profitabilität in den einzelnen Sparten tatsächlich gelitten haben und ob der Abwärtstrend gestoppt werden kann. Bis zur Vorlage eines validen Sanierungsplans im Mai bleibt die fundamentale Bewertung der weiteren Geschäftsentwicklung mit hohen Unsicherheiten behaftet.

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