Nach einem schwungvollen Start ins neue Jahr gerät Canopy Growth in den Blickpunkt wegen frischer Insidertransaktionen und einer größeren Übernahme. Während die Aktie am Freitag gut 4 % zulegte und in den niedrigen einstelligen Dollarbereich kletterte, haben zwei Aufsichtsräte die Kursstärke genutzt, um Anteile zu veräußern. Parallel treibt das Unternehmen die Übernahme von MTL Cannabis voran, die kurzfristig die Kennzahlen verbessern soll.

Insiderverkäufe rund um den Jahreswechsel

Aktuelle Meldungen zu Directors’ Dealings zeigen zwei separate Verkäufe von Board-Mitgliedern.

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  • Theresa Yanofsky veräußerte am Mittwoch vor dem Jahreswechsel 10.434 Aktien. Der Verkauf lag damit zeitlich vor der jüngsten Aufwärtsbewegung.
  • David Angelo Lazzarato verkaufte am Freitag 15.715 Aktien – also an dem Tag, an dem der Kurs um 3,95 % zulegte.

Damit ergibt sich ein differenziertes Bild: Yanofsky zog sich vor der Rally zurück, Lazzarato nutzte die Stärke der ersten größeren Handelssitzung im neuen Jahr. In Summe reduziert ein Teil des Aufsichtsrats seine Position, obwohl das Management nach außen weiter eine offensive Wachstumsstory betont.

MTL Cannabis als Kurstreiber

Der jüngste Optimismus am Markt speist sich vor allem aus der laufenden MTL-Übernahme. Canopy Growth arbeitet an der finalen Umsetzung des Kaufs von MTL Cannabis für rund 125 Mio. CAD.

Wichtige Punkte des Deals:

  • Ergebnisbeitrag: Die Transaktion soll unmittelbar nach Abschluss positiv auf die Finanzzahlen wirken.
  • Cashflow: MTL Cannabis erwirtschaftet freien Cashflow, was für Canopy Growth mit seinem laufenden Mittelabfluss besonders relevant ist.
  • Synergien: Das Management erwartet innerhalb von 18 Monaten jährliche Kostenvorteile von rund 10 Mio. CAD.

Zusätzlich baut Canopy Growth sein Produktangebot aus und hat in Kanada die „Claybourne Gassers“ Liquid-Diamond-Vapes eingeführt. Damit zielt das Unternehmen stärker auf das Premiumsegment, um höhere Margen und eine bessere Bewertung zu erreichen.

Harte Kennzahlen versus Story

Trotz der positiven Impulse aus Übernahme und Produktoffensive bleibt die finanzielle Ausgangslage schwierig. Canopy Growth arbeitet weiter mit negativen Margen und einem spürbaren Cashburn.

Vor diesem Hintergrund wirken die Insiderverkäufe von Yanofsky und Lazzarato wie ein Kontrast zur kommunizierten „Turnaround“-Erzählung. Zwar sind die Transaktionen gemessen an typischen institutionellen Volumina überschaubar, sie zeigen aber, dass Teile des Boards ihre persönliche Aktienexponierung zurückfahren, während das Unternehmen nach außen verstärkt auf Verbesserung der Profitabilität und Cashflows setzt.

Fazit: Chancen und Vorbehalte

Damit stehen sich aktuell zwei Stränge gegenüber: Auf der einen Seite bietet die MTL-Übernahme mit erwarteten Synergien, positivem Cashflow-Beitrag und unmittelbarer Ergebnisverbesserung eine konkrete Perspektive auf bessere Kennzahlen. Auf der anderen Seite sendet das Verhalten einzelner Aufsichtsräte mit Verkäufen rund um die jüngste Kursstärke ein zurückhaltendes Signal. Welche Seite sich in den nächsten Quartalen durchsetzt, dürfte sich vor allem an der tatsächlichen Umsetzung der MTL-Integration und der Entwicklung des Cashflows zeigen.

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