Canopy Growth steuert auf einen wichtigen Meilenstein im mehrjährigen Umbau zu. Im Mittelpunkt stehen die kurz vor dem Abschluss stehende Übernahme von MTL Cannabis – und ein deutlich kleinerer Verlust. Kann der Deal die Margen spürbar nach oben ziehen?

Zahlen: Umsatz stabil, Verlust deutlich kleiner

Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) meldete Canopy einen weitgehend stabilen Nettoumsatz von 74,5 Mio. CA$. Beim Ergebnis gab es hingegen klar messbare Fortschritte: Der Nettoverlust je Aktie sank auf 0,18 CA$ nach 1,11 CA$ im Vorjahresquartal.

Auch operativ wurde es etwas weniger tiefrot. Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich auf 3 Mio. CA$ – laut Unternehmen der bislang niedrigste Wert. In Kanada legte das Medizingeschäft um 15% auf 23 Mio. CA$ zu. Der Freizeitmarkt in Kanada wuchs um 8% auf ebenfalls 23 Mio. CA$.

Licht und Schatten zeigt die Marge. Die Bruttomarge im Cannabisgeschäft fiel auf 25% (Vorjahr: 28%). Als Gründe nennt Canopy geringere internationale Verkäufe und einen veränderten Absatzmix. Zusätzlich könnten geplante Änderungen beim Erstattungsprogramm für Veteranen die Margen beeinflussen.

Storz & Bickel als Treiber, Ausland schwächer

Die Vaporizer-Tochter Storz & Bickel stach positiv heraus. Der Nettoumsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 45%, getragen von starken Verkäufen des neuen VEAZY-Vaporizers.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Canopy Growth?

Gleichzeitig bremste das internationale Geschäft über den Margeneffekt. Das unterstreicht, dass der operative Fortschritt bislang vor allem aus Kanada und aus dem Zubehörgeschäft kommt.

MTL-Übernahme: Aktionäre stimmen fast einstimmig zu

Am wichtigsten für die nächste Etappe ist die MTL-Transaktion. Canopy teilte mit, dass die Aktionäre von MTL Cannabis Corp. die Übernahme bei einer Sonderversammlung gestern gebilligt haben. 99,97% der abgegebenen Stimmen entfielen auf „Ja“. Rund 89% der Aktionäre nahmen an der Abstimmung teil.

Der Abschluss steht noch unter üblichen Bedingungen, darunter die finale gerichtliche Genehmigung sowie weitere Freigaben Dritter. Canopy erwartet den Vollzug vor Ende März.

Finanzchef Thomas Stewart stellte für die nähere Zukunft eine gemischte Bruttomarge im mittleren bis hohen 30%-Bereich in Aussicht. MTL habe historisch höhere Margen als Canopy erzielt; der Deal soll Bruttomarge und bereinigtes EBITDA verbessern. Ziel bleibt ein positives bereinigtes EBITDA im Geschäftsjahr 2027.

Zum Jahreswechsel verfügte Canopy über 371 Mio. CA$ Cash. Eine im Januar abgeschlossene Rekapitalisierung verschob zudem die Fälligkeiten aller ausstehenden Schulden auf 2031.

Der langfristige Kursverlauf bleibt jedoch belastend: Vor fünf Jahren notierte die Aktie bei über 300 US-Dollar, zuletzt bei unter 2 US-Dollar. In den vergangenen zwölf Monaten fiel der Titel laut Bericht um rund 40% – stärker als der breitere Cannabis-Sektor mit minus 16%.

Im Blick behalten dürfte der Markt damit vor allem zwei Punkte: ob die MTL-Übernahme wie geplant vor Ende März schließt – und ob Canopy den angekündigten Weg in Richtung positives bereinigtes EBITDA im Geschäftsjahr 2027 mit besseren Margen tatsächlich untermauern kann.

Canopy Growth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Canopy Growth-Analyse vom 05. März liefert die Antwort:

Die neusten Canopy Growth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Canopy Growth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Canopy Growth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...