Canopy Growth Aktie: Wackeliger Boden!
Canopy Growth steht kurz vor einem wichtigen Schritt: Die Übernahme von MTL Cannabis hat eine zentrale Hürde genommen und soll noch bis Ende des Monats abgeschlossen werden. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Quartalszahlen zwar operative Fortschritte, aber die Profitabilität bleibt ein Problem. Kann der MTL-Zukauf die Margen tatsächlich spürbar verbessern?
MTL-Aktionäre stimmen zu
MTL-Cannabis-Aktionäre haben der Übernahme bei einer Sonderversammlung im Februar deutlich zugestimmt. 99,97% der abgegebenen Stimmen entfielen auf den Beschluss, rund 89% der Aktionäre beteiligten sich an der Abstimmung.
Der Abschluss der Transaktion hängt noch an üblichen Bedingungen, darunter finale Gerichtsbeschlüsse und weitere Genehmigungen Dritter. Canopy rechnet damit, den Deal vor Ende März zu schließen. CEO Luc Mongeau sprach von einem „wichtigen Meilenstein“ auf dem Weg zur Kombination beider Unternehmen mit dem Ziel, im kanadischen medizinischen Cannabis-Markt führend zu werden.
Quartal: Fortschritte ja, Marge unter Druck
Die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Ende: 31. Dezember 2025) liefern den finanziellen Rahmen, in dem Anleger den Deal bewerten. Der Nettoumsatz lag bei 74,5 Mio. CA$, der Nettoverlust je Aktie verringerte sich deutlich auf 0,18 CA$ nach 1,11 CA$ im Vorjahresquartal.
In Kanada legte der medizinische Cannabis-Umsatz um 15% auf 23 Mio. CA$ zu. Das Freizeitgeschäft in Kanada wuchs um 8% ebenfalls auf 23 Mio. CA$. Treiber waren laut Unternehmen insbesondere „infused“ Pre-Rolls sowie neue All-In-One-Vapes unter den Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne.
Auch die Tochter Storz & Bickel lieferte Rückenwind: Der Nettoumsatz stieg im Quartalsvergleich um 45%, getragen von der Nachfrage nach dem neuen VEAZY-Vaporizer.
Trotzdem gab die Bruttomarge nach. Sie sank um 300 Basispunkte auf 29%. Canopy begründete das unter anderem mit geringeren Verkäufen margenstärkerer internationaler Cannabis-Produkte und höheren Wertberichtigungen auf Lagerbestände. In Europa belasteten zudem weiter Lieferkettenprobleme. Das Management erwartet hier eine fortlaufende sequenzielle Verbesserung bis ins vierte Quartal und darüber hinaus, gestützt durch mehr Blüten-Angebot, eine breitere Sortenverfügbarkeit und Fortschritte bei EU-GMP, die den Export erleichtern sollen.
EBITDA-Verlust so gering wie nie – Aktie trotzdem schwach
Der bereinigte EBITDA-Verlust schrumpfte auf 3 Mio. CA$ – so niedrig wie bislang nicht. Zusätzlich stärkte eine strategische Rekapitalisierung im Januar die Bilanz: Die Fälligkeiten sämtlicher ausstehender Schulden wurden auf 2031 verschoben.
Zum erwarteten Effekt der MTL-Übernahme sagte CFO Thomas Stewart, man ziele kurzfristig auf eine kombinierte Bruttomarge im mittleren bis hohen 30%-Bereich. MTL habe historisch höhere Margen als Canopy erzielt; die Transaktion soll sich entsprechend positiv auf Bruttomarge und bereinigtes EBITDA auswirken.
Am Markt blieb die Reaktion dennoch verhalten. Am Mittwoch notierte die Aktie bei rund 1,08 US-Dollar und damit etwa 7,7% tiefer als in der Vorwoche. Die Marktkapitalisierung lag bei rund 398 Mio. US-Dollar. Auf Jahressicht fiel der Kurs um 40% – stärker als der Branchenrückgang von 16%.
Regulatorisch gab es zuletzt zwar Impulse: US-Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Anordnung, Cannabis in den USA von Schedule I auf Schedule III umzustufen. Das kann den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und erlaubt unter Umständen den Abzug normaler Betriebsausgaben. Zugleich bleiben wesentliche Grenzen bestehen: Die Umstufung legalisiert Cannabis nicht landesweit, und Canopy muss weiterhin sorgfältig agieren, um die Nasdaq-Notierung nicht zu gefährden. Dazu kommen intensiver Wettbewerb und das Verbot, Cannabis über Staatsgrenzen hinweg zu transportieren.
Bis Ende des Monats soll der MTL-Deal abgeschlossen werden – und genau dann muss sich zeigen, ob die in Aussicht gestellte Bruttomarge im 30%-Bereich und der angestrebte Weg zu positivem bereinigtem EBITDA im Geschäftsjahr 2027 durch die Kombination tatsächlich näher rücken.
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