BYD Aktie: Zielsetzungen überprüft
BYDs Jahreszahlen für 2025 liefern ein widersprüchliches Bild: Der Nettogewinn sank um 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan — das erste Minus seit vier Jahren. Gleichzeitig lieferte der Konzern mehr Elektrofahrzeuge als je zuvor und überholte Tesla erneut deutlich.
Der Umsatz wuchs zwar um 3,5 Prozent auf 804 Milliarden Yuan, doch das ist das schwächste Wachstumstempo seit sechs Jahren. Der Margendruck im Automobilsegment macht sich bemerkbar: Die Bruttomarge fiel auf 20,5 Prozent. Hauptursache ist der anhaltende Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt.
Starke Lieferzahlen, schwieriger Heimatmarkt
Im reinen Batteriefahrzeug-Segment lieferte BYD 2025 insgesamt 2,25 Millionen Einheiten aus — ein Plus von 27,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tesla kam im selben Zeitraum auf 1,64 Millionen Auslieferungen.
Im Inland gerät BYD jedoch unter Druck. Im Januar 2026 belegte der Konzern nur Platz drei im chinesischen Pkw-Einzelhandelsmarkt, im Februar immerhin Platz zwei. Zudem wurde die Belegschaft bis Ende 2025 um 10,2 Prozent auf rund 870.000 Mitarbeiter reduziert.
Expansion als Gegenstrategie
Das Auslandsgeschäft entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumstreiber. Erstmals überschritten die internationalen Verkäufe 2025 die Marke von einer Million Einheiten — ein Anstieg um 150 Prozent. In der EU stiegen die Verkaufszahlen im September 2025 sogar um 272 Prozent im Jahresvergleich. Zuletzt trat BYD offiziell in den bulgarischen Markt ein, unter anderem mit dem SEALION 7 und dem SEAL U DM-i.
Am 2. April 2026 präsentiert BYD zwei neue Modelle: den Seal 06 GT und den Seal 06 DM-i Wagon. Der GT soll mit einer Schnellladetechnologie ausgestattet sein, die den Akku in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent lädt — selbst bei minus 30 Grad Celsius verlängert sich dieser Vorgang laut Hersteller um lediglich drei Minuten. Beide Modelle nutzen das fünfte Generation DM-i-Hybridsystem und bieten optional Lidar-Integration.
Die Strategie ist klar: Hochwertige Technologiemodelle und ein eigenes Schnellladenetz sollen den Margendruck kompensieren und die Marktposition — im Inland wie in Europa — festigen.
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