Lufthansa Aktie: Frankfurt-Expansion läuft
Lufthansa baut sein Billig-Konstrukt weiter aus. Nach München startet die Tochter City Airlines nun auch in Frankfurt – mit niedrigeren Gehältern und großen Wachstumsplänen. Für Passagiere bleibt das Ganze weitgehend unsichtbar.
Am Montag hob der erste City-Airlines-Jet von Frankfurt nach Manchester ab. Damit eröffnet die im Sommer 2024 in München gestartete Zubringergesellschaft ihre zweite Basis am größten Lufthansa-Drehkreuz. Zunächst fliegt die Tochter von Frankfurt aus nach Manchester, Berlin und Valencia. Ab März kommen Düsseldorf und Málaga hinzu, im Sommer folgen unter anderem London Heathrow, Stockholm, Hamburg und Helsinki.
Sieben Jets bis Herbst
Die Flotte am Standort Frankfurt soll bis zum Herbst von zunächst zwei auf sieben Airbus A320neo anwachsen. In München sind bereits 13 Maschinen im Einsatz. Parallel dazu stellt der Konzern in Frankfurt neu ein: 60 Mitarbeiter sind bereits an Bord, weitere 280 sollen folgen – darunter 80 Piloten und 200 Flugbegleiter. Aktuell beschäftigt City Airlines rund 450 Menschen.
Das Konzept dahinter ist simpel: Die Crews arbeiten zu deutlich niedrigeren Tarifbedingungen als bei der Kerngesellschaft Lufthansa oder der Regionaltochter Cityline. Sie ersetzen faktisch teureres Personal, während die Tickets weiterhin unter Lufthansa-Flagge verkauft werden. Für Passagiere bleibt kaum erkennbar, mit welcher Gesellschaft sie tatsächlich fliegen – City Airlines ist vollständig in den Lufthansa-Flugplan integriert und verkauft keine eigenen Tickets.
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Gewerkschaften skeptisch
Ein ähnliches Modell verfolgt der Konzern bereits bei der Fernstreckentochter Discover. Die Gewerkschaften der Piloten und Flugbegleiter sehen diese Strategie kritisch. Während Lufthansa von Effizienzgewinnen und Wettbewerbsfähigkeit spricht, geht es aus Sicht der Arbeitnehmervertreter vor allem darum, Lohnkosten zu drücken.
Die Lufthansa-Aktie reagierte kaum auf die Nachricht. Via Xetra fiel der Titel zeitweise um 1,28 Prozent auf 9,38 Euro. Die Expansion der Billigtochter war am Markt erwartet worden und dürfte mittelfristig die Margen im Kurzstreckengeschäft verbessern – allerdings auf Kosten der Stammbelegschaft.
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