Die Ripple-Kryptowährung XRP ist am 5. Februar auf den tiefsten Stand seit November 2024 gefallen – trotz positiver regulatorischer Fortschritte für das Unternehmen Ripple Labs. Der Token durchbrach die wichtige Unterstützung bei 1,60 Dollar und testete zeitweise die Marke von 1,30 Dollar. Das wirft die Frage auf: Warum hilft XRP selbst gute Nachrichten nicht mehr?

Kurseinbruch um über 20 Prozent

XRP gehörte zu den schwächsten Kryptowährungen während des jüngsten Marktabverkaufs. Laut CoinDesk 20 Index verlor der Token 12,2 Prozent gegenüber dem Gesamtmarkt, der 6,6 Prozent nachgab. Im Tagesverlauf brach XRP zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent ein und rutschte unter die kritische Marke von 1,60 Dollar – ein Level, das im April noch Käufer angezogen hatte.

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Aktuell notiert XRP bei 1,33 Dollar und damit am 52-Wochen-Tief. Die Chartanalyse zeigt: Zwischen dem aktuellen Kurs und der psychologisch wichtigen 1-Dollar-Marke gibt es kaum historische Unterstützungszonen. Optionshändler positionieren sich bereits für weitere Verluste oder anhaltende Volatilität.

Regulierungserfolge verpuffen wirkungslos

Ausgerechnet während des Kursrutsches meldete Ripple regulatorische Fortschritte. Am 3. Februar erhielt das Unternehmen von der luxemburgischen Finanzaufsicht die vollständige EMI-Lizenz (Electronic Money Institution). Diese erlaubt es Ripple, Zahlungsdienste in der gesamten Europäischen Union anzubieten.

Bereits im Januar hatte Ripple sowohl eine EMI-Lizenz als auch die Krypto-Registrierung von der britischen Finanzaufsicht FCA erhalten. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über mehr als 75 globale Zulassungen und zählt zu den am stärksten regulierten Firmen der Branche.

Das Kernproblem: Entkopplung von Ripple

Der Kurskollaps trotz positiver Unternehmensnachrichten offenbart ein grundlegendes Dilemma: Ripples Geschäftsexpansion führt nicht automatisch zu höherer XRP-Nachfrage. Viele der lizenzierten Zahlungsdienste – einschließlich grenzüberschreitender Überweisungen und Treasury-Management – können ohne XRP als Abwicklungswährung operieren.

Ripple hat seine Infrastruktur durch Milliarden-Übernahmen ausgebaut: Die Prime-Brokerage-Firma Hidden Road für 1,25 Milliarden Dollar, die Treasury-Plattform GTreasury für 1 Milliarde Dollar und den Stablecoin-Zahlungsanbieter Rail für 200 Millionen Dollar. Diese Dienste stärken Ripples Position als Infrastrukturanbieter – benötigen aber nicht zwingend XRP.

ETF-Zuflüsse brechen ein

Auch die im Spätherbst 2025 gestarteten US-Spot-XRP-ETFs liefern keine Stütze mehr. Zwar hatten die Fonds bis Mitte Januar kumulierte Nettozuflüsse von 1,37 Milliarden Dollar verzeichnet. Doch am 30. Januar kam es zum größten Einzeltages-Abfluss von 93 Millionen Dollar. Die Gesamtzuflüsse sanken dadurch auf rund 1,17 Milliarden Dollar.

Die institutionelle Infrastruktur wächst zwar weiter – der Krypto-Verwahrer Hex Trust erweiterte seine Partnerschaft mit der Flare-Blockchain, um institutionellen Kunden Zugang zu FXRP zu ermöglichen, einer DeFi-fähigen XRP-Variante. Doch auch diese Entwicklungen konnten den Verkaufsdruck nicht stoppen.

Entscheidung an der 1-Dollar-Marke

XRP steht an einem kritischen Punkt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die psychologische Unterstützung bei 1,00 Dollar hält oder ob der Token weiter nachgibt. Solange die fundamentale Frage nach der tatsächlichen Nutzung von XRP in Ripples Geschäftsmodell unbeantwortet bleibt, dürfte positive Regulierungsnachrichten allein kaum ausreichen, um den Abwärtstrend zu stoppen.

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