BYD Aktie: Tesla überholt
BYD hat mit den endgültigen Zahlen für 2025 einen Meilenstein gesetzt und Tesla bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen klar hinter sich gelassen. Der Markt reagiert positiv auf die starke Entwicklung im Exportgeschäft, auch wenn sich im chinesischen Heimatmarkt erste Ermüdungserscheinungen abzeichnen. Entscheidend wird nun, ob BYD das hohe Tempo im Ausland halten und gleichzeitig die Profitabilität sichern kann.
BYD zieht bei BEVs davon
Die geprüften Jahresdaten für 2025 zeigen eine deutliche Verschiebung im Elektroauto-Markt. BYD verkaufte im Gesamtjahr 2.254.714 reine Elektrofahrzeuge (BEVs). Das entspricht einem Wachstum von rund 28 % gegenüber 2024.
Tesla meldete dagegen im zweiten Jahr in Folge rückläufige Auslieferungen. 2025 lieferte der US-Konzern 1,64 Millionen Fahrzeuge aus, etwa 9 % weniger als im Vorjahr. Damit liegt BYD im BEV-Segment mit über 600.000 Fahrzeugen vor Tesla.
Heute, am ersten Handelstag 2026, widerspiegelt sich diese Entwicklung im Kurs: Die BYD-Aktie legt im Tagesverlauf um bis zu 5 % zu. Marktteilnehmer honorieren vor allem die erfolgreiche Internationalisierung und die robusten Absatzzahlen trotz eines schwierigen Umfelds in China.
Rekordabsatz und Exportboom
Neben reinen Elektroautos dominiert BYD weiter den Markt für New Energy Vehicles (NEVs), also inklusive Plug-in-Hybriden. 2025 erreichte der Konzern sein Jahresziel mit einem Gesamtabsatz von 4,6 Millionen Fahrzeugen. Das Plus gegenüber dem Vorjahr liegt bei 7,73 % und damit deutlich unter den extrem hohen Wachstumsraten der Vorjahre, bleibt aber absolut betrachtet beachtlich.
Zentraler Wachstumstreiber ist das internationale Geschäft:
- Exporte überstiegen 2025 erstmals die Marke von 1 Million Fahrzeugen
- Der internationale Absatz legte im Jahresvergleich um 150 % zu
- Im Dezember 2025 exportierte BYD 133.172 Fahrzeuge
- Insgesamt setzte BYD im Dezember 420.398 Fahrzeuge ab
Diese Zahlen unterstreichen, dass der Zuwachs vor allem aus dem Ausland kommt, während der Heimatmarkt an Dynamik verliert.
Reaktion der Börse und Tesla-Vergleich
Die gegensätzlichen Entwicklungen bei BYD und Tesla schlagen auch an der Börse durch. Während BYD heute um bis zu 5 % steigt, gerät Tesla unter Druck und verliert rund 3 %.
Der Auslöser: Teslas Auslieferungen im vierten Quartal 2025 lagen mit 418.227 Fahrzeugen spürbar unter den Markterwartungen von etwa 440.000 Einheiten. BYD profitiert damit nicht nur operativ vom eigenen Wachstum, sondern auch von der relativen Schwäche des bisherigen Marktführers.
Wichtige Kennzahlen im Überblick
- BYD BEV-Absatz 2025: ca. 2,26 Mio. (+28 %)
- Tesla Auslieferungen 2025: ca. 1,64 Mio. (-9 %)
- BYD NEV-Gesamtabsatz 2025: 4,6 Mio.
- BYD Exportwachstum 2025: +150 %
- BYD Gesamtverkäufe Dezember 2025: 420.398 Fahrzeuge
Schwächerer Heimatmarkt, langsameres Wachstum
Trotz des globalen Erfolgs zeigen sich im chinesischen Markt klare Bremsspuren. Berichte deuten darauf hin, dass die inländischen Pkw-Verkäufe im Dezember 2025 in bestimmten Segmenten gegenüber dem Vormonat um fast 38 % zurückgingen. Gründe sind ein harter Preiswettbewerb und eine spürbar nachlassende Nachfrage.
Hinzu kommt: Vorstandschef Wang Chuanfu räumte ein, dass der technologische Vorsprung gegenüber Wettbewerbern wie Geely und Xiaomi kleiner wird. Mit einem Wachstum von 7,7 % verzeichnete BYD 2025 die niedrigste Wachstumsrate seit fünf Jahren. Nach einer Phase des Hyperwachstums signalisiert dies eine Normalisierung der Dynamik.
Bewertung, Analysten und Ausblick auf 2026
Analysten sehen die Bewertung als attraktiv, verweisen aber auf den Druck auf die Margen:
- Konsensrating: überwiegend „Buy“
- Durchschnittliches Kursziel: 130 HK$
- KGV: rund 21, damit über dem Branchenschnitt von 8,8
Der Bewertungsaufschlag spiegelt die starke Marktposition von BYD wider, setzt aber voraus, dass das Unternehmen seine Profitabilität behauptet.
Strategisch richtet BYD den Blick 2026 klar auf das Auslandsgeschäft. Der Konzern will die Auslandsverkäufe auf 1,5 bis 1,6 Millionen Fahrzeuge steigern, um die Abkühlung im Heimatmarkt zu kompensieren. Für den weiteren Kursverlauf der Aktie dürften vor allem zwei Punkte entscheidend sein: die Fähigkeit, das Exportziel zu erreichen, und die Frage, ob sich trotz intensivem Wettbewerb stabile Margen halten lassen.
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