BYD Aktie: Heimmarkt schwächelt, Welt kauft
BYD steht vor einer entscheidenden Woche. Am 26. März veröffentlicht der chinesische Elektroautobauer seinen Jahresabschluss für 2025 — einen Tag später entscheidet der Aufsichtsrat über eine mögliche Dividende. Der Kurs hat sich zuletzt erholt, doch das Bild dahinter ist gespalten.
Exportboom trifft Preiskampf zu Hause
Im Februar überstiegen BYDs Exporte erstmals die Inlandsverkäufe — ein historischer Einschnitt. Overseas-Verkäufe knackten 2025 erstmals die Millionen-Marke. In Europa legte BYD beim EV-Marktanteil um knapp 272 Prozent im Jahresvergleich zu und hält nun rund 4,8 Prozent des europäischen Elektroautomarktes. Für 2026 peilt das Unternehmen bis zu 1,6 Millionen Verkäufe außerhalb Chinas an.
Der Heimmarkt entwickelt sich dagegen schwierig. Die kombinierten Januar- und Februar-Verkäufe lagen — bereinigt um den Effekt des chinesischen Neujahrsfests — rund 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn gilt eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektrofahrzeuge, gleichzeitig liefen frühere Subventionsprogramme aus. BYD reagiert mit Finanzierungsangeboten von bis zu sieben Jahren Laufzeit. Wettbewerber wie Geely und Leapmotor drängen zudem mit aggressiver Preispolitik in BYDs Kernsegment.
Was der Jahresbericht zeigen muss
In den ersten neun Monaten 2025 erzielte BYD einen Umsatz von rund 566 Milliarden Yuan — ein Plus von 12,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anleger werden nun vor allem auf die Margen schauen: Reichen die Exportgewinne und die Kostenvorteile aus der eigenen Batterieproduktion aus, um die milliardenschweren Investitionen in neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand zu schultern?
Strukturell hilft BYD seine vertikale Integration. Rund 80 Prozent der Kernkomponenten produziert das Unternehmen selbst — mehr als doppelt so viel wie Tesla. Das schützt Margen und Preissetzungsmacht. Das Forward-KGV liegt bei 17, das PEG-Verhältnis bei 0,78 — eine Bewertung, die angesichts des Wachstumsprofils vergleichsweise moderat wirkt.
Der Jahresbericht am 26. März und die Dividendenentscheidung am 27. März werden zeigen, ob das Exportwachstum die Schwäche im Heimmarkt tatsächlich kompensiert — und ob BYDs globale Expansion die erhofften Renditen abwirft.
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