Bitcoin: Dot Plot als Schicksalstag
Heute trifft Bitcoin auf eine ungewöhnliche Kombination: Das FOMC-Meeting endet mit Powells Pressekonferenz — und gleichzeitig verfallen quartalsweise Bitcoin-Optionen. Beides zusammen schafft ein Spannungsfeld, das den Kurs in die eine oder andere Richtung treiben könnte.
Eine Zinssenkung erwartet niemand ernsthaft. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei unter einem Prozent. Entscheidend ist stattdessen der sogenannte Dot Plot — die Projektion der Fed-Mitglieder für künftige Zinsentwicklungen. Zeigt der Median weiterhin nur einen Zinsschritt für 2026, bleibt das Umfeld für Risikoassets angespannt. Zwei Schritte wären ein positives Signal, null Schritte ein klarer Gegenwind.
Erholung ohne feste Grundlage
Bitcoin kletterte zuletzt auf ein Sechswochenhoch bei knapp 75.900 US-Dollar — und fiel danach wieder unter die 75.000-Dollar-Marke zurück. Der Anstieg war offenbar weniger durch frische Käufernachfrage getrieben als durch das Schließen von Short-Positionen, das kurzfristig Kaufdruck erzeugte.
On-Chain-Daten von CryptoQuant untermauern diese Einschätzung: Der Coinbase Premium Index blieb negativ, was auf fehlendes institutionelles Spot-Kaufinteresse aus den USA hindeutet. Analysten von 10x Research verweisen zudem darauf, dass die frühen Kursgewinne nicht von signifikantem Kauf von Upside-Calls begleitet wurden — ein typisches Zeichen echter Positionierung für weiteres Aufwärtspotenzial.
Das hohe Open Interest im Bereich von 74.000 bis 75.000 US-Dollar bei den auslaufenden Optionen dürfte den Kurs bis zum Verfall in dieser Zone verankern.
Strukturelle Signale und geopolitischer Kontext
Auf der anderen Seite gibt es Argumente, die gegen einen unmittelbaren Absturz sprechen. Die Finanzierungsrate bei Perpetual Futures war 14 aufeinanderfolgende Tage negativ — der längste Zeitraum seit Dezember 2022. Historisch fielen solche Phasen häufig mit lokalen Preistiefs zusammen.
Die institutionelle Infrastruktur zeigt sich ebenfalls stabil: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im März bislang rund 1,3 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen. Allein der iShares Bitcoin Trust (IBIT) zog am vergangenen Montag 143,6 Millionen US-Dollar an und verwaltet inzwischen rund 55,65 Milliarden US-Dollar.
Geopolitisch bleibt der Nahe Osten ein belastender Faktor. Ein Ölpreis über 100 US-Dollar, ausgelöst durch den anhaltenden Iran-Konflikt, nährt Stagflationssorgen — und stärkt gleichzeitig das Narrativ von Bitcoin als nicht-souveränem Wertspeicher.
Powells Nachfolger als Zusatzrisiko
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Powells Mandat läuft am 15. Mai aus. Präsident Trump hat Kevin Warsh als designierten Nachfolger nominiert, der als deutlich restriktiver gilt. Das verleiht dem heutigen Meeting mehr Gewicht als ein routinemäßiges Zinshalten rechtfertigen würde.
Bleibt Powells Ton bewusst vage — keine Senkungen bestätigt, keine ausgeschlossen — dürfte Bitcoin vorerst in der engen Handelsspanne um 74.000 US-Dollar verharren. Ein hawkischer Ausblick mit null Zinsschritten für 2026 hingegen würde den laufenden Erholungsversuch unter erheblichen Druck setzen, solange die institutionelle Spot-Nachfrage nicht spürbar anzieht.
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