BYD hat seine endgültigen Zahlen für 2025 vorgelegt – und damit den Führungswechsel im Elektroauto-Markt offiziell gemacht. Erstmals liegen die Chinesen bei reinen Batterie-Elektroautos vor Tesla. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Monatsdaten, dass das Wachstum im Heimatmarkt deutlich an Fahrt verliert.

Rekordabsatz und schwächeres Jahresende

Für das Gesamtjahr 2025 meldet BYD einen Absatz von über 4,6 Millionen New Energy Vehicles (NEV). Das entspricht einem Wachstum von 7,73 % gegenüber dem Vorjahr. Darin enthalten sind sowohl reine Elektroautos (BEV) als auch Plug-in-Hybride (PHEV).

Zum Jahresende hin bröckelte die Dynamik jedoch. Die Verkäufe im Dezember 2025 gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 18,3 % auf rund 420.000 Fahrzeuge zurück. Es war bereits der vierte Monat in Folge mit rückläufigen Inlandsverkäufen. Das signalisiert zunehmende Sättigung und scharfen Wettbewerb auf dem chinesischen Markt, unter anderem durch Anbieter wie Geely und Xiaomi.

Kennzahlen im Überblick:

  • Gesamtabsatz 2025: 4,6 Mio. NEV (+7,73 % gegenüber Vorjahr)
  • Reine Elektroautos (BEV): 2,26 Mio. Fahrzeuge (+27,9 %)
  • Exportvolumen: 1,05 Mio. Fahrzeuge (+150,7 %)
  • Dezember 2025: Absatz -18,3 % gegenüber Vorjahr
  • Plug-in-Hybride (PHEV): Jahresrückgang von 7,91 %

Tesla überholt, Strategie bestätigt

Im BEV-Segment steht nun ein klarer Bruch mit der bisherigen Branchenhierarchie: Mit 2,26 Millionen rein elektrischen Fahrzeugen in 2025 hat BYD Tesla überholt. Schätzungen für Tesla liegen für 2025 bei rund 1,65 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen.

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Diese Entwicklung stützt BYDs Volumenstrategie. Während Tesla mit einem geschätzten Absatzrückgang von rund 8 % und einem in die Jahre gekommenen Modellportfolio zu kämpfen hatte, konnte BYD seine integrierte Produktion nutzen, um trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in China deutlich mehr Fahrzeuge abzusetzen.

Exporte als Gegengewicht zum schwächeren Heimatmarkt

Besonders stark fiel das Wachstum außerhalb Chinas aus. Während die Inlandszahlen im vierten Quartal nachgaben, legten die Exporte 2025 um 150,7 % auf insgesamt 1,046 Millionen Fahrzeuge zu. Im Dezember verdoppelten sich die Auslieferungen ins Ausland auf über 133.000 Einheiten.

Diese Internationalisierung ist entscheidend für die Ergebnisqualität. Analysten der Citigroup verweisen darauf, dass BYD für 2026 zwischen 1,5 und 1,6 Millionen verkaufte Fahrzeuge im Ausland anpeilt. Ziel ist es, die harten Preiskämpfe im chinesischen Markt abzufedern. Vorstandschef Wang Chuanfu hatte zuletzt selbst eingeräumt, dass sich der technologische Vorsprung gegenüber inländischen Wettbewerbern verringert hat.

Ausblick 2026: Wachstum mit Fokus auf Margen

Mit den nun bestätigten Zahlen passen Finanzmarktteilnehmer ihre Modelle für 2026 an. Bloomberg-Prognosen sehen BYD bei einem möglichen Absatz von rund 5,3 Millionen Fahrzeugen im kommenden Jahr. Dass das Unternehmen sein angepasstes Ziel für 2025 erreicht hat, stützt die Wahrnehmung einer grundsätzlich verlässlichen Planung.

Im Vordergrund steht nun die Frage der Profitabilität. Ende 2025 hatte BYD zwei Quartale in Folge sinkende Gewinne ausgewiesen. Gleichzeitig verschiebt sich der Mix klar von Plug-in-Hybriden (minus knapp 8 %) hin zu reinen Elektrofahrzeugen. Damit rückt die Kostenstruktur stärker in den Fokus.

Für die Aktie wird in den nächsten Wochen vor allem entscheidend sein, ob das kräftige Exportwachstum die Margen stabil halten kann, obwohl die Nachfrage im Heimatmarkt spürbar nachlässt.

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