BYD hat heute offiziell gemeldet, 2025 zum weltweit größten Hersteller reiner Elektroautos aufgestiegen zu sein. Entscheidender Punkt: Erstmals übertrifft der Konzern Tesla nicht nur in einzelnen Quartalen, sondern auf Jahressicht bei Batterie-Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass die Phase extremen Wachstums vorerst vorbei ist und das Geschäft in China an Dynamik verliert.

Rekordjahr mit Bremsspuren

Für das Gesamtjahr 2025 weist BYD einen Absatz von 4.602.436 sogenannten New Energy Vehicles (NEVs) aus. Das entspricht einem Wachstum von 7,73 % gegenüber dem Vorjahr und reicht, um das zuvor nach unten angepasste Jahresziel zu erreichen.

Besonders wichtig für die Einordnung:

  • BEV-Führung vor Tesla: Rund 2,26 Mio. der verkauften Fahrzeuge waren reine Elektroautos (BEVs), ein Plus von knapp 28 %.
  • Tesla klar überholt: Analystenschätzungen sehen Tesla 2025 bei etwa 1,65 Mio. Fahrzeugen. Damit liegt BYD auf Jahressicht erstmals klar vorn bei reinen Stromern.
  • Aktienreaktion: Die Aktie legte heute bis zum Vormittag um bis zu 2,3 % zu. Der Markt wertet den Titelgewinn trotz Bremsstreifen im Heimatmarkt positiv.

Die Dezember-Zahlen fallen dagegen schwächer aus. BYD setzte im Dezember 2025 rund 420.400 Fahrzeuge ab, ein Rückgang von 18,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es war bereits der vierte Monat in Folge mit rückläufigen Verkäufen auf Jahressicht.

Export als Wachstumstreiber

Die internationale Expansion gewinnt klar an Gewicht. Das spiegelt sich direkt in der Absatzstruktur wider:

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  • Auslandsboom: Die Verkäufe im Ausland erreichten 2025 etwa 1,05 Mio. Fahrzeuge. Das entspricht einem Sprung von rund 150 % gegenüber dem Vorjahr.
  • Ausgewogene Struktur: Von den gut 4,6 Mio. Fahrzeugen entfällt etwa die Hälfte auf reine Elektroautos und der Rest auf Plug-in-Hybride. Diese Mischung federt Schwankungen in der Nachfrage nach reinen BEVs ab.

Im chinesischen Heimatmarkt verschärft sich der Wettbewerb. Konkurrent Geely steigerte seinen Absatz 2025 um 38,5 % auf 3,02 Mio. Fahrzeuge. Zudem schiebt sich mit Xiaomi ein neuer Anbieter nach vorn und überschritt im Dezember die Marke von 50.000 verkauften Fahrzeugen in einem Monat. Gleichzeitig belastet das Auslaufen staatlicher Förderprogramme Marge und Nachfrage.

Unternehmenschef Wang Chuanfu räumte zuletzt offen ein, dass der technologische Vorsprung schrumpft. Auf der anderen Seite verschafft die hohe Skalierung mit einem Entwicklungsapparat von rund 120.000 Ingenieuren dem Konzern weiterhin eine starke Ausgangsbasis. Die Kursreaktion heute legt nahe, dass der Markt die Abschwächung im Inland bereits eingepreist hatte und den Fokus nun stärker auf die Exportstrategie – insbesondere in Europa und Südostasien – legt.

Vom Hyper-Wachstum zur Reifephase

Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt einen klaren Bruch im Wachstumstempo. Die 7,7 % Absatzplus 2025 sind das niedrigste Jahreswachstum seit fünf Jahren. Zuvor lagen die Zuwächse zwischen 2021 und 2023 teils zwischen 62 % und 218 %. BYD bewegt sich damit sichtbar von einer Hyper-Wachstumsphase in eine Reifephase mit niedrigerem, selektiverem Expansionstempo.

Die zentrale Frage für 2026 lautet daher, ob der Konzern die Verlangsamung im Heimatmarkt durch den starken Ausbau des Auslandsgeschäfts kompensieren kann. Genau darauf zielen auch die aktuellen Schätzungen der Analysten ab.

Ausblick auf 2026

Für 2026 rückt die Skalierung im Ausland und die Stabilisierung der Profitabilität in den Vordergrund.

  • Volumenprognosen: Analysten der Deutschen Bank sehen BYD im kommenden Jahr bei rund 5,3 Mio. verkauften Fahrzeugen.
  • Exportfokus: Citigroup erwartet, dass davon etwa 1,5 bis 1,6 Mio. Einheiten auf das Ausland entfallen könnten.

Kurzfristig hängt die technische Ausgangslage der Aktie davon ab, wie der Markt den historischen Vorsprung vor Tesla gegenüber der abkühlenden Inlandsnachfrage gewichtet. Mit den von Tesla erwarteten rückläufigen Auslieferungen im vierten Quartal 2025 (Prognose: rund -11 %) präsentiert sich BYD aktuell als stabilerer Player im angespannten Elektroauto-Sektor – vorausgesetzt, die monatlichen Verkaufszahlen lassen sich im ersten Quartal 2026 wieder festigen.

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