BYD Aktie: Historische Offensive
Der chinesische Elektroauto-Gigant setzt zum massiven Sprung in Südamerika an. Während der Aktienkurs am heutigen Donnerstagmorgen leicht um 0,45 Prozent auf 98,60 HKD nachgab, landete das Unternehmen operativ einen Rekord-Coup in Argentinien. Begünstigt durch eine radikale politische Marktöffnung, stellt sich nun die Frage: Kann BYD über die Schwellenländer das Wachstumstempo trotz Gegenwind im Westen hochhalten?
Rekordlieferung dank Milei
Am Dienstag erreichte der Autofrachter "BYD Changzhou" den Hafen Terminal Zárate in der Provinz Buenos Aires. An Bord befanden sich über 5.800 Elektro- und Hybridfahrzeuge – die größte einzelne EV-Importlieferung in der Geschichte des Landes.
Möglich wurde dieser massive Markteintritt durch das neue zollfreie Kontingent der Regierung unter Präsident Javier Milei. Während chinesische Autobauer zuvor mit Importzöllen von 35 Prozent belastet wurden, erlaubt das neue Regelwerk nun die zollfreie Einfuhr von 50.000 Fahrzeugen im Jahr 2026, sofern diese preislich unter 16.000 US-Dollar liegen.
Stephen Deng, BYD-Landesmanager für Argentinien, bezeichnete den Schritt als Teil einer langfristigen Vision, das Händlernetz im gesamten Staatsgebiet auszubauen. Andrés Civetta, Ökonom bei der Beratungsfirma Abeceb, sieht die chinesischen Hersteller hier klar im Vorteil, da sie technologisch in der Lage seien, die strengen Preisgrenzen der Regierung zu unterbieten.
Analysten sehen Kurspotenzial
Die aggressive Expansion bleibt auch an der Wall Street nicht unbemerkt. Die Analysten von Bernstein bestätigten am 18. Januar ihr "Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 130 HKD, was einem Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent entspricht.
Bernstein prognostiziert für 2026 ein Wachstum der Inlandsverkäufe um 10 Prozent auf 5,4 Millionen Einheiten. Für die Auslandsmärkte erwarten die Experten rund 800.000 verkaufte Fahrzeuge. Dies baut auf einer starken Exportleistung im Jahr 2025 auf, als die Ausfuhren um 150 Prozent auf über 1,05 Millionen Fahrzeuge sprangen. Zudem betonen die Analysten das oft unterschätzte Batteriegeschäft, das 2025 bereits über 10 Prozent des Umsatzes ausmachte und weiter wachsen dürfte.
Spagat zwischen Südamerika und Europa
Der Erfolg in Lateinamerika steht im Kontrast zu den anhaltenden Spannungen in Europa. Während BYD in Ländern wie Mexiko und Brasilien bereits Fuß gefasst hat, laufen in der EU weiterhin Verhandlungen über Zölle. Die Europäische Kommission diskutiert derzeit über Mindestpreisverpflichtungen als Alternative zu den drohenden Importzöllen von bis zu 35,3 Prozent. Brüssel versucht damit, die heimische Industrie vor günstiger Konkurrenz zu schützen.
Der nächste wichtige Impuls für Anleger wird die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 sein. Der Fokus liegt dabei auf der Profitabilität: Investoren wollen sehen, ob BYD das enorme Volumenwachstum und die Preiskämpfe im Heimatmarkt China in nachhaltige Margen ummünzen kann. Mit mindestens zehn neuen Modellen in der Pipeline für 2026 bleibt die Produkt-Offensive jedenfalls ungebrochen.
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