Sieben neue Produkte auf einen Schlag – Apple legt heute einen der umfangreichsten Hardware-Starts seiner Geschichte hin. Doch während iPhones, MacBooks und iPads in die Läden kommen, bleibt ein zentrales Produkt erneut auf Eis: Das Smart-Home-Display verzögert sich, weil Siri noch nicht bereit ist.

MacBook Neo und iPhone 17e: Angriff auf den Massenmarkt

Das auffälligste Novum ist der MacBook Neo. Mit einem Einstiegspreis von 599 Dollar bricht Apple mit seiner bisherigen Preispolitik – bislang lag die günstigste Mac-Option bei rund 1.000 Dollar. Das Gerät läuft auf dem A18-Pro-Chip und soll bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit bieten. Für Apple ist das strategisch bedeutsam: Mac-Produkte machen trotz eines Gesamtumsatzes von über 305 Milliarden Dollar im Hardware-Bereich nur etwa ein Zehntel aus. Der Neo soll neue Nutzer ins Ökosystem holen – und damit langfristig das margenstarke Servicegeschäft stützen.

Das iPhone 17e hält ebenfalls den Preis bei 599 Dollar, bietet dafür aber doppelt so viel Speicher wie sein Vorgänger sowie den neuen A19-Chip. Dass Apple diesen Preis trotz stark gestiegener Speicherkosten hält, ist bemerkenswert – und dürfte Margen kosten.

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Siri bremst das Smart-Home-Geschäft

Genau hier liegt das strukturelle Problem: DRAM-Preise sollen laut Citi im zweiten Quartal 2026 um 50 Prozent steigen, in der zweiten Jahreshälfte sogar um 100 Prozent. Für Apple bedeutet das einen Gegenwind von rund 140 Basispunkten bei der Bruttomarge im laufenden Jahr. Citi hat seine Gewinnschätzungen leicht gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung und einem Kursziel von 315 Dollar fest – unter anderem, weil Apple im Vergleich zu Wettbewerbern besser positioniert sei, Marktanteile zu gewinnen.

Das Smart-Home-Display mit 7-Zoll-Bildschirm ist technisch fertig, wartet aber auf eine überarbeitete Siri-Version. Ursprünglich für Frühjahr 2025 geplant, soll es nun im September 2026 erscheinen. Das Gerät ist als erstes einer ganzen Produktfamilie gedacht – eine Version mit 9-Zoll-Display und Roboterarm ist für 2027 vorgesehen. Wie schnell Apple die KI-Lücke schließen kann, entscheidet darüber, ob diese Produktlinie zum Wachstumstreiber wird oder weiter auf sich warten lässt.

Indien als zweite Produktionssäule

Parallel baut Apple seine Fertigungskapazitäten außerhalb Chinas weiter aus. 2025 wurden rund 55 Millionen iPhones in Indien produziert – ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit kommt bereits ein Viertel der iPhone-Produktion aus Indien, was Zollrisiken deutlich reduziert.

Die Apple-Aktie notiert nahe ihrem 50-Tage-Durchschnitt und liegt seit Jahresbeginn leicht im Minus – in einem Marktumfeld, in dem viele Tech-Werte deutlich stärker nachgegeben haben. Mit den Quartalszahlen für das März-Quartal, für das Apple ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent in Aussicht gestellt hat, wird sich zeigen, ob die breite Produktoffensive und die Preisdisziplin beim iPhone die Margenbelastungen auffangen können.

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